Teilnahme an Therapieprogramm

Tatverdächtiger saß schon einmal wegen Vergewaltigung

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[Update] Bergkamen – Der mutmaßliche Bergkamener Sexualstraftäter Valerij B. war Kurs-Proband in einem Programm für rückfallgefährdete Sexualstraftäter. Das bestätigte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Münster, Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt.

Die Suche nach dem mutmaßlichen Vergewaltiger Valerij B. wird von der Polizei am Mittwochabend mit starken Kräften und mit Unterstützung einer "Hummel" massiv betrieben. Mit der Veröffentlichung von Bildern und einer detaillierten Beschreibung des Verdächtigen hatten die Ermittler den Fahndungsdruck am Dienstag deutlich erhöht. 

Wie die Bild berichtet, wurde B. 2012 zu einer Jugendstrafe verurteilt. „Die verbüßte er wegen einer Vergewaltigung“, sagte Botzenhardt. Zum Tatzeitpunkt sei B. jugendlich gewesen. „Die Strafe hat er dann verbüßt.“ 

Aktuell war B. Teil des Anti-Rückfallprogramms „KURS“ (Konzeption zum Umgang mit rückfallgefährdeten Sexualstraftätern). Das Programm ist auf rückfallgefährdete Sexualstraftäter ausgerichtet. 

Laut der Webseite des Landeskriminalamtes werden in Nordrhein-Westfalen durchschnittlich circa 1000 KURS-Probanden zeitgleich für die Dauer ihrer Führungsaufsicht, in der Regel fünf Jahre, betreut. „Die Gefahr einer Rückfalltat kann gemindert, tatsächlich kann aber eine mögliche Rückfalltat nicht gänzlich ausgeschlossen werden“, heißt es weiter. 

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Rückfallquote von drei Prozent in NRW

KURS reduziere nachweislich die Gefahr von Rückfällen. „Rückfallstudien gehen von einer einschlägigen Rückfallquote bei Sexualstraftätern von circa 20 Prozent der Entlassenen aus“, heißt es. 

Da in NRW bei den Betroffenen der Konzeption KURS eine Rückfallquote von circa drei Prozent  belegt sei, könne dieses Konzept durchaus als erfolgreich bezeichnet werden.

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Kommentare

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Kommentare

Daniel MarquasAntwort
(0)(1)

Dann gibt es nur noch die radikale Lösung Hinrichtung aber die sind ja so wichtig für die Gesellschaft nur ich will sie nicht haben nicht mal in meiner Nähe !!! Und therapieren kann man solche auch nicht die werden immer rückfällig !!!

comtaxxxAntwort
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Eine Kastration stoppt nicht den Trieb, sondern nur die Fähigkeit zur Durchführung. Denken Sie mal haargenau nach was ein Triebtäter dann wohl tut, wenn er es versucht, aber Frust aufbaut, weil es nicht geht, bevor Sie wieder hier rumbrüllen.

Daniel Marquas
(0)(1)

Die einfachste Methode als Therapie wäre die Kastration aber dann kommen die Leute ja wieder mit Menschenrechte also folglich haben die Opfer keine Rechte !!!