Auf Mord im Hafen folgt Westernsatire

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Detlef Göke ist Initiator und Veranstalter.

RÜNTHE -  Die Mordstory an Delikatessen mundete vielen so gut, dass sie im Nauticus in der Marina gleich drei Mal serviert wurde. Das hat Initiator und Veranstalter Detlef Göke Mut auf mehr gemacht. Das „Theaterdinner“ wird nun mit einer Westernsatire fortgesetzt.

Dafür hat er sich zu der Premiere am Samstag, 30. November, wieder das passende Ambiente ausgesucht. Das Dinner wird nicht im Hafen aufgetischt, sondern im etwas rustikaleren Rahmen bei den Westernreitern auf der Sunray-Ranch in Overberge – genauer gesagt in der dortigen Reithalle.

Der Schauplatz wechselt, der Autor bleibt der alte. Nach den großen Erfolgen der ersten drei Theater-Dinner, die im kriminalistischen Milieu spielten, hat Heinrich Peuckmann nun eine Westernsatire geschrieben.

„Man muss in diesen Zeiten auch mal Quatsch machen dürfen“, sagt Peuckmann, „manche der Gags sind mir inzwischen selber entfallen. Ich gehe also hin und weiß, dass ich mir einen ablachen werde“, so Schriftsteller Heinrich Peuckmann. Göke und Peuckmann hatten sich über den BVB kennengelernt, wo der Betreiber des Wohnmobilstellplatzes in der Marina volontiert hat. Als er dann später auf der Suche nach jemandem war, der ihm die „Leiche in den Hafen schreibt“, hat er den Kamener Schriftsteller angesprochen.

Als Mitglied im Arbeitskreis Tourismus hat Detlef Göke die Fremdenverkehrswerbung für das östliche Ruhrgebiet im Hinterkopf. „Allerdings müssen wir erstmal die Leute vor Ort von dem überzeugen, was wir hier zu bieten haben“, sagt Göke, der im Übrigen auch die Idee für das Rudelsingen hatte.

Bei den Akteuren legt er Wert darauf, dass sie aus dem heimischen Umfeld stammen. Im Gegensatz zum Theater-Dinner „Krimi“, spielt die Jugendgruppe „Spottlight“ der Volksbühne20 aus Oberaden diese Satire. Auch für die Volksbühne ist es eine Premiere im Publikum zu spielen. Geprobt wird ungewohnter Umgebung: in der Reithalle der Sunray-Ranch. Familie Schulz, Eigentümerin der Anlage, wird diesen Dreiakter mit einem Drei-Gänge-Western-Menü in der rancheigenen Tränke begleiten.

Detlef Göke vermutet, dass auch einige Überraschungen eingebaut werden. Die bereits bestehende Nachfrage gibt Hoffnung auf Wiederholung des Erfolges: „In der Marina hatte wir bei den drei Terminen insgesamt 199 Zuhörer“, sagt er. Die Reithalle fasst maximal 150 Gäste. „Von der Nachfrage hängt es ab, ob weitere Vorstellungen folgen“, kündigt Göke an.

Der Eintritt beträgt 35,50 Euro. Der Einlass ist ab 17 Uhr vorgesehen und warme Kleidung wird empfohlen. Reitstiefel und Sporen werden nicht vorgeschrieben, der Veranstalter hat aber sicherlich nichts dagegen.

Detlef Göke organisiert nach eigenen Worten gerne. Und so steht die nächste Veranstaltung bereits fest. „Bei der Konzertreihe Klangkosmos habe ich den Schauspieler Ludger Burmann aus Werne kennengelernt“, berichtete er. Mit ihm hat für den 8. Dezember um 16 Uhr im Restaurant California ein weihnachtliches Programm vereinbart. Das Motto „Weihnachten soll Sinn stiften, aber oftmals geht der Sinn stiften“, verrät, dass es dabei nicht ganz so beschaulich zugeht. Im Gegensatz zum Theaterdinner, ist das Ganze ohne Essen. Dafür liegt der Eintrittspreis bei lediglich 12,50 Euro. - hal

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