Urteil gefällt

Milde Strafen für Bergkamener Netto-Räuber 

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Bergkamen/Dortmund – Mit ausgesprochen milden Strafen ist am Dortmunder Landgericht der mehrwöchige Prozess gegen zwei Supermarkträuber zu Ende gegangen.

Der 50-jährige Haupttäter wurde zu einer Gefängnisstrafe von fünf Jahren und neun Monaten verurteilt, sein 22-jähriger Komplize kam mit einer Haftstrafe von fünfeinhalb Jahren davon. Beide Männer müssen einen Großteil ihrer Strafe in Form einer Langzeittherapie in einer geschlossenen Klinik ableisten.

In ihrem massiven Kokainkonsum sahen die Richter auch die Triebfeder für ihre Beutezüge durch Supermärkte in Lünen, Bergkamen und Dortmund. In Bergkamen hatten die beiden Lüner am 22. September 2017 und wenige Tage später zwei Mal den selben Netto-Supermarkt an der Schulstraße überfallen. Bei insgesamt fünf Taten haben die Serienräuber rund 7.500 Euro erbeutet, die sie jetzt zurück zahlen müssen. 

Auch werden sie für die Gerichts- und Anwaltskosten zur Rechenschaft gezogen. Die Strafen für die bei den Beutezügen maskierten und mit einer täuschend echten Spielzeugpistole bewaffneten Männer wären ohne die umfassenden Geständnisse der beiden Männer weitaus höher ausgefallen. In ihren Lebensbeichten hatten sie auch weitere Komplizen benannt, gegen die derzeit vor einer anderen Strafkammer des Landgerichts verhandelt wird.

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