Stattküche übernimmt

Mensavereins der Gesamtschule löst sich auf: So geht es nach den Ferien weiter

Mensa Essen Schüler Willy-Brandt-Gesamtschule Bergkamen
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Seit 2013 liefert die Stattküche bereits das Essen für die Mensa, nun soll das Unternehmen auch die Organisation übernehmen.

Der Mensaverein an der Willy-Brandt-Gesamtschule in Bergkamen löst sich auf. Die warme Mahlzeit für die Schüler ist aber gesichert.

Bergkamen – Zur Mittagszeit muss Essen auf den Tisch. So viel ist klar. Wie genau die Organisation der Mensa der Willy-Brandt-Gesamtschule nach den Sommerferien vonstattengeht, ist allerdings noch nicht raus, denn der Mensaverein steht vor seiner Auflösung. Übernehmen soll nach dem Willen der Schule und der Stadt das Unternehmen Stattküche.

Kulinarisch würde sich dadurch für die Gesamtschüler nichts ändern. Das in Münster ansässige Catering-Unternehmen beliefert die Schule auch jetzt schon mit den Mahlzeiten. Vor Ort haben bisher die Mitarbeiterinnen aus den Reihen des Mensavereins das Zepter in der Hand. Nach rund 30 Jahren wird damit nun aber Schluss sein. „Die Vorsitzende und Geschäftsführerin hat eine Stelle in der Stadtverwaltung bekommen“, erklärte Schulleiterin Dr. Jennifer Lach. Hinzu komme, dass der Verein unter Mitgliederschwund leide.

Schüler sollen weiter eingebunden werden

„Über die Zeit hinweg haben immer mehr Unterstützer und Ehrenamtliche ihre Arbeit eingestellt“, bedauerte sie. Aktiv sei nur noch eine Rumpftruppe. Zudem seien die finanziellen Reserven aufgebraucht, beziehungsweise für die Kurzarbeitergelder zurückgestellt. Als Schulträgerin sei die Stadt Bergkamen dafür verantwortlich, dass die Schüler ein Mittagessen bekommen. Darum befinde die Stadt sich derzeit in Gesprächen mit der Stattküche, so Lach, um die Rahmenbedingungen festzulegen.

Besonders wichtig ist Lach dabei, dass die Schule das seit Jahren bewährte Konzept der Mensa fortführen kann: Statt einfach nur in der Pause zum Essen vorbeizuschauen, helfen die Schüler im Mensabetrieb mit. „Das ist uns eine echte Herzensangelegenheit“, betonte Lach. Wenn die Schüler mithelfen, steigere das die Wertschätzung für die Mensa und auch die Schüler fühlten sich eingebunden und könnten beispielsweise beim Speiseplan mitsprechen. Dementsprechend froh ist sie, dass die Stattküche dieses Ansinnen nicht direkt abgelehnt hat. „Es ist noch nichts fix, aber die Signale sind positiv“, sagte Lach.

Verhandlungen über Lohn laufen

Ebenfalls positive Signale gibt es hinsichtlich der bisherigen Mitarbeiterinnen. „Die Stattküche hat sich dahingehend offen gezeigt, sie weiter zu beschäftigen“, so Lach. Bezüglich des Verdienstes – aktuell liegt der knapp über dem Mindestlohn – gebe es noch Verhandlungen.

Auch wenn das Münsteraner Unternehmen zum Beginn des neuen Schuljahrs zusätzlich zum Catering auch die Organisation der Mensa übernimmt – der Mensaverein wird noch einige Zeit lang weiter bestehen. „Laut Vereinsrecht muss ein Verein erst ein Jahr ruhen, ehe er aufgelöst werden kann“, erklärte Lach. Zum einen, falls noch mögliche Liquiditätsforderungen auftauchten. Zum anderen könnte auch innerhalb eines Vereins plötzlich doch eine neue Dynamik entstehen.

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