Schadhafte Fahrbahnübergänge

Mehr Ruhe an der Overberger Straße: Kreis bessert Industriestraßen-Brücke aus

Quelle des Ungemachs der Anwohner der unten liegenden Overberger Straße sind die stählernen Fahrbahnübergänge, von denen einer quasi in einer Linie mit den Häusern liegt. Die provisorisch geflickten Löcher tragen zum Lärmproblem bei.
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Quelle des Ungemachs der Anwohner der unten liegenden Overberger Straße sind die stählernen Fahrbahnübergänge, von denen einer quasi in einer Linie mit den Häusern liegt. Die provisorisch geflickten Löcher tragen zum Lärmproblem bei.

Gute Nachricht für die Anlieger der Overberger Straße: Dass es an der Überführung der Industriestraße ein (Lärm-)Problem mit den stählernen Fahrbahnübergängen gibt, hat nun auch der Kreis Unna als „Eigentümer“ dieser Kreisstraße Nr. 16 vernommen.

Bergkamen – Im Gespräch mit dem WA kündigte Fachbereichsleiter Jürgen Busch die Beseitigung der Störungsquelle an. Die Redaktion hatte Hinweise von Anliegern weitergegeben – und etwas erreicht.

„Wir haben uns das noch einmal angesehen und festgestellt, dass da etwas gemacht werden muss“, berichtete Busch. Das Tiefbauunternehmen, das auf Basis eines Jahresvertrages für kleinere und kurzfristige Arbeiten quasi auf Abruf für den Kreis tätig werden soll, werde sich der Sache annehmen. Wahrscheinlich werde im Wechsel eine halbseitige Sperrung erfolgen müssen, um die schadhaften Stellen beidseits der beiden Stahlelemente neu zu asphaltieren. Diese Bauteile sitzen in der Dehnungsfuge zwischen dem Brückenbaukörper und der Fahrbahn der Industriestraße.

Keine Schussgeräusche aus dem Schießzentrum

Die Setzungen und Löcher sind kürzlich mit Kaltasphalt eher notdürftig gestopft worden. Beide Überfahrten sind nach wie vor holprig. Die Schäden verursachen zusätzliche Geräusche beim Überfahren der Brücke, deren Tempolimit in dem Abschnitt bei 70 Stundenkilometern liegt. Beidseits der Brücke reicht die Wohnbebauung relativ nah heran. Das kurze und harte Geräusch beim Überfahren mit höherer Geschwindigkeit gab übrigens zu der Vermutung Anlass, es seien Schüsse aus dem nahen Schießzentrum an der Hansastraße zu vernehmen. Das ist aber nicht der Fall.

Erstaunlich ist dagegen, dass diese Schäden nicht Bestandteil der umfassenden Sanierung sind, die der Kreis der K 16 seit dem Sommer von der Kreuzung Rünther Straße/Sandbochumer Weg abschnittweise bis zur Stadtmitte angedeihen lässt, aktuell auf der Fritz-Husemann-Straße im Einbahnverkehr. „Wir machen alle vier Jahre eine Befahrung zur elektronischen Straßenzustandserfassung, aus der wir unser Bauprogramm ableiten“, erläuterte Busch. Dabei sei dieses Problem nicht erfasst worden.

Bauwerk galt nach Sanierung eigentlich als intakt

Da vor fünf Jahren nach Stillstand der Bergsenkungen an dem Bauwerk eine Schadenssanierung erfolgte, galt die Brücke eigentlich als „fit“. „Möglicherweise hat sich hier im Zentimeterbereich noch einmal etwas bewegt“, vermutet der Tiefbauchef. Glücklicherweise seien von der Bergschadensregulierung noch Gelder übrig.

Damit werde die Reparatur bestritten – sobald im anhaltenden Bauboom eine Kolonne für den Kreis Unna verfügbar ist.

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