Neubau nach Brandstiftung

Maschinenhalle an der Ökologiestation: Abriss für dieses Jahr geplant

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Die Maschinenhalle an der Ökologiestation wird bereits seit einem Jahr nicht mehr genutzt. Deshalb soll sie noch in diesem Jahr abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Das neue Gebäude wird ebenfalls eine Maschinenhalle enthalten.

Im April und Mai 2018 wurde die Ökologiestation Opfer von vier Brandstiftungen. Betroffen waren der Schweinestall, ein Nebengebäude im Umweltpädagogiklabor, ein Büroraum im Haupthaus und die Maschinenhalle. Letztere soll nun bald abgerissen werden und einem Neubau weichen.

Bergkamen – „Die Maschinenhalle ist so abgebrannt, dass man sie nicht mehr nutzen kann“, erzählt Ralf Sänger, Leiter der Ökologiestation. Man habe die Halle provisorisch abgedichtet und abgedeckt, sie gereinigt und zwischenzeitlich als Lagerhalle genutzt. Doch seit über einem Jahr wird das Gebäude gar nicht mehr genutzt. Aus Sicherheitsgründen habe man sie abgeschlossen. Doch in wenigen Wochen soll das Gebäude nun abgerissen werden. „Es zu restaurieren wäre teurer und umständlicher, als es abzureißen“, erklärt Sänger die Entscheidung für den Abriss.

Ende August, Anfang September soll dieser erfolgen. Ein genauer Termin steht noch nicht fest, wie Ludwig Holzbeck, Dezernent für Bauen, Umwelt und Vermessung des Kreises Unna, unter dessen Obhut die Liegenschaft steht, erklärt. „Wir sind jetzt in der Ausschreibung und müssen abwarten, wann wir welche Angebote kommen“, erklärt Holzbeck. Deshalb stünden auch die genauen Kosten für den Abriss noch nicht fest. Zudem wolle man alle Schritte mit Ökostationsleiter Ralf Sänger abstimmen. „Wenn die Halle abgerissen wird, müssen wir schauen, dass wir möglichst wenig den normalen Betrieb – wenn es Corona bis dahin zulässt – beeinträchtigen, denn es wird zum Beispiel eine Absperrung geben“, erklärt der Dezernent.

Neubau soll Maschinenhalle und Selbstlernzentrum enthalten

Ist die alte Maschinenhalle verschwunden, soll dort im nächsten Jahr ein zweiteiliges Gebäude entstehen. Auch in diesem wird wieder eine Maschinenhalle Platz finden, die „dringend erforderlich im Erdgeschoss“ ist, wie Holzbeck erzählt. Zusätzlich soll im unteren Geschoss eine behindertengerechte Toilette Platz finden. Die gibt es bisher auf der Ökostation nicht. Für das Obergeschoss ist ein Selbstlernzentrum geplant. Dieses soll „multifunktional nutzbar“ sein und als Informations- und Schulungsraum fungieren. „Als Besucher kann man sich dort, unabhängig von einer Führung und einer Informationsveranstaltung auf der Ökostation über Natur, Umweltschutz und Landschaftsentwicklung im Kreis Unna weiterbilden“, erzählt der Dezernent. Auch Büroräume sollen im Obergeschoss eingerichtet werden.

Bei der Planung zu beachten ist, dass die Gesamtliegenschaft unter Denkmalschutz steht, die Maschinenhalle selbst jedoch nicht, da sie später dazu gebaut wurde. Der Neubau muss dennoch in das Ensemble passen. Das sei aber schon mit der Bauordnung und dem Denkmalschutz der Stadt Bergkamen sowie der Denkmalschutzfachstelle des Landschaftsverbandes abgestimmt. „Unser Interesse ist, dass das Ensemble erhalten bleibt“, betont Holzbeck. Bei dem Bau müssen einige Vorgaben – beispielsweise bestimmte Maße – eingehalten werden. Besonders die Frontseite muss dem Stil der Ökologiestation angepasst sein. Der Neubau werde, wie die Ökostation, im Klinker-Stil gehalten. „Nach hinten zur Lippeaue sind wir gestalterisch ein bisschen freier“, sagt Holzbeck.

Neubau soll 2021 erfolgen

Der Abriss wird noch in diesem Jahr erfolgen, der Neubau dagegen nicht. „Aber wir kommen noch zur Bauantragstellung, sodass dann in 2021 mit der Realisierung zu rechnen ist“, freut sich der Dezernent.

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