Evangelische Martin-Luther-Gemeinde

Neue Küsterin an der Christuskirche in Rünthe: Marieta Dunker (47) folgt Bärbel Kuhlmann

Marieta Dunker (Mitte) übernimmt die Aufgaben der Küsterin von Bärbel Kuhlmann (rechts). Sophie Ihne, Pfarrerin der evangelischen Martin-Luther-Kirchengemeinde, freut sich über einen reibungslosen Wechsel.
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Marieta Dunker (Mitte) übernimmt die Aufgaben der Küsterin von Bärbel Kuhlmann (rechts). Sophie Ihne, Pfarrerin der evangelischen Martin-Luther-Kirchengemeinde, freut sich über einen reibungslosen Übergang.

An der evangelischen Christuskirche in Rünthe wechselt die Küsterin. Bärbel Kuhlmann (60) geht, Marieta Dunker kommt. Die 47-Jährige sollte eigentlich am Sonntag eingeführt werden. Doch die Feier fällt wegen der Entscheidung zum Verzicht auf Präsenzgottesdienste ebenso aus wie die für den zweiten Weihnachtstag geplante offizielle Verabschiedung Kuhlmanns. Beides wird nachgeholt.

Rünthe – Für Marieta Dunker könnte der berufliche Kontrast kaum größer sein. Die gelernte Friseurin und gebürtige Rüntherin arbeitete zuletzt 14 Jahre in der Kaufland-Filiale vor Ort. Nun freut sie sich auf weniger Hektik und Trubel, muss sich im Gegenzug aber an flexible Arbeitszeiten gewöhnen und auf ein ganz neues Aufgabenfeld einlassen. „Das werde ich“, sagt sie.

Dunker ist verheiratet und hat zwei Töchter im Alter von 19 und 16 Jahren. Die Jüngere ist ehrenamtlich in der Martin-Luther-Gemeinde engagiert. 200 Meter sind’s von Dunkers Zuhause bis zur Kirche. Auch um das gegenüberliegende Haus der Mitte wird sie sich im Zuge ihres 30-Stunden-Jobs kümmern. „Die Aufgaben sind vielfältig“, sagt Pfarrerin Sophie Ihne. „Sie reichen von der Vorbereitung und Begleitung von Gottesdiensten bis hin zur Herrichtung von Räumen für Veranstaltungen.“

„Kein Tag ist wie der andere“

Kuhlmann berichtet, dass sie ihre Zeit als Küsterin sehr genossen habe. „Vor allem, dass ich die Kirche mindestens einmal am Tag ganz für mich alleine hatte.“ Zudem sei sie intensiv mit den Gemeindegliedern in Kontakt gekommen. „Kein Tag ist wie der andere, auch in Coronazeiten nicht“, betont sie.

Kuhlmann wechselt in den Offenen Ganztag einer Grundschule in Kamen. In ihrer Heimatkirche will sie engagiert bleiben, etwa in der Jugendarbeit oder als Lektorin. Jahrelang arbeitete Kuhlmann im Presbyterium mit. Ihrer Nachfolgerin empfiehlt sie, angesichts der vielen und vielfältigen Aufgaben immer gut strukturiert zu agieren.

Im Team mit den anderen Kolleginnen

In der Christuskirche gibt es eine Dienstwohnung für Küster. „Die wird aber schon seit Jahren anderweitig genutzt“, sagt Pfarrerin Ihne. Und das aus gutem Grund, denn das Bild eines Küsters habe sich gewandelt, zurecht. Er sei nicht mehr der, der stets präsent und verfügbar zu sein habe. Vielmehr stehe auch ihm Privatsphäre zu. Ein Diensthandy und Zuverlässigkeit bei Absprachen – mehr bedürfe es nicht.

Ihne legt Wert darauf, dass die Küster in der Gemeinde gut vernetzt sind. Neben Dunker in Rünthe gibt es noch eine Kollegin in Oberaden sowie eine Vertretungsküsterin. Sie springen im Krankheitsfall füreinander ein oder wenn’s in den Urlaub geht. Auch greifen sie sich bei größeren Veranstaltungen gegenseitig unter die Arme. „Wenn Hilfe nötig ist, wird geholfen“, weiß Kuhlmann aus guter Erfahrung.

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