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Marina Rünthe soll nach langen Leerständen wieder belebt werden

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Von: Katharina Bellgardt

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Mit neuem Leben kommt auch wieder mehr Lärm in die Marina Rünthe – und zwar nicht nur zum Hafenfest. © Szkudlarek Robert

Rünthe - Geruchsbelästigung aus dem „Gate to Asia“, Lärm beim Hafenfest und einfach keine Nachmieter: Die Marina in Rünthe zählt zu den Gründen für Auswärtige nach Bergkamen zu fahren, ihren Anwohnern war sie als Touristen-Hotspot aber selten lieb. Jetzt soll die Marina lebendiger werden.

Die gastronomischen Leerstände in der Marina Rünthe sind ein Problem und unverständlich. Denn die Lage im Yachthafen ist attraktiv, die Gebäude neu und modern und die Marina ein beliebter Ausflugsort – und zwar nicht nur für Bergkamener. 

Und trotzdem standen die Restaurants jahrelang leer. „Neumann’s Nauticus“ schloss im Herbst 2017, das Restaurant „Gate to Asia“ stand schon deutlich länger leer. Dabei sind die Veranstaltungen wie das Hafenfest und der Hollandmarkt wahre Publikumsmagneten und beweisen das Interesse an der Marina. 2020 soll dann noch der Firmenlauf in neuer Form als Staffel-Marathon in den Yachthafen einkehren. Jetzt sollen auch die Leerstände gefüllt werden.

 „In der Marina finden nur punktuelle Events statt, die Stadt versucht den Ort krampfhaft mit Leben zu füllen“, das beklagte Karl-Heinz Röcher vom Aktionskreis Leben und Wohnen in Bergkamen schon vor Monaten über die Situation in der Marina. 

Im April soll sich das dann ändern, wenn in der Marina die Eventgastronomie von Ali Celebi und Aziz Gümüsyay im ehemaligen Skipper-Treff eröffnet wird. Hier wird es kein ständig geöffnetes Restaurant geben, aber einen Saal mit Platz für 100 Personen und mit eigenem Catering. Zum 1. Januar haben Celebi und Gümüsyay das Gebäude angemietet, dann wird drei Monate lang umgebaut. 

Auch im ehemaligen „Gate to Asia“ soll wieder eine Gastronomie einziehen, verriet Achim Krähling, der geschäftsführende Gesellschafter vom Vermieter „Beta Eigenheim“. Hier führt „Beta“ Gespräche mit einer neuen Burgerkette. Welcher, wollte Krähling aber noch nicht verraten. Auch das Gebäude des „Gate to Asia“ muss umgebaut werden, die Restaurantfläche soll verkleinert werden. 

Das ehemalige Hotel „Nauticus“ wird wohl in ein Bürogebäude umgebaut werden. Im Erdgeschoss soll die Restaurantfläche deutlich verkleinert werden, hier wird laut Krähling noch der passende Mieter gesucht. Laut Aussagen von Krähling wurden einige Mieter abgelehnt, weil Konzept oder Bonität nicht passten. Aber man habe noch einen weiteren Interessenten auf der Liste. 

Warum dauern die Leerstände so lange an? Dabei ist die Lage begehrt. Auch Neu-Mieter Celebi betont dies, bei seiner Antwort auf die Frage, warum er und sein Geschäftspartner sich für den Skipper-Treff entschieden haben. 

Probleme gab es in der Marina immer wieder. Anwohner klagten über Lärmbelästigung während der Veranstaltungen und in den Sommermonaten. Gegen das „Gate to Asia“ gab es eine Räumungsklage von „Beta Eigenheim“ wegen angeblich nicht pünktlich gezahlter Mieten, die 2013 endgültig und zum zweiten Mal abgewiesen wurde. 

Es gab Beschwerden aufgrund von Geruchsbelästigung und einer fehlenden Dunstabzugshaube. Wird dies besser mit Hochzeitsgesellschaften?

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