An der Marina in Rünthe gibt es bald einen Drive-In

+
Mario Kube, Betreiber der Cocktailbar Liquid Liberty in der Marina, zeigt auf einem Lageplan, wie sich Caterer und Gäste auf dem Hafenplatz verteilen. Warteboxen gibt’s für drei Autos.

Rünthe – Not macht bekanntlich erfinderisch. Das trifft auch auf derzeit acht Gastronomen und Standbetreiber aus der Region zu. Sie richten in der Marina Rünthe einen gemeinsamen Drive-in ein. Sein Name: DRIVEmarINa.

Erster Öffnungstag ist am Freitag. Neben Autofahrern, die mit Blick auf den Kanal auf ihre Bestellung warten können, sind auch Fußgänger und Radler willkommen.

Abstand halten heißt die Devise in Coronazeiten. Beim Drive-in bleibt der Gast im Auto. Das verspricht Genuss ohne Risiko. Öffnen soll der Schalter an den nächsten vier Wochenenden jeweils freitags bis sonntags im Zeitraum von 17 bis 22 Uhr. Das kulinarische Angebot soll unter anderem Flammkuchen, Pulled Pork, (Süßkartoffel)-Fritten, Burger und vegetarische Gerichte umfassen – dazu gibt’s frisch gezapftes Bier, Cocktails, diverse andere Getränke und als Nachtisch wie etwa Crêpes, „Frozen Yogurt“ oder Schoko-Früchte.

Mitinitiator und Hauptorganisator der DRIVEmarINa ist Mario Kube, Inhaber der Rolling Cocktails GmbH und Betreiber der Cocktailbar Liquid Liberty im Bergkamener Sportboothafen. Für das Projekt konnte der 40-Jährige auch das Stadtmarketing und Sponsoren gewinnen. Am Beispiel der amerikanischen Fast-Food-Ketten sei zu erleben, dass Drive-in-Angebote auch in der Pandemie funktionierten, sagt Kube. 

Zwar sei ein gemeinsamer Schalter mehrerer Anbieter nicht neu. „Wir wollen das Ganze aber in professionellem Stil machen“, betont der Gastronom. Ob sich das Projekt auch finanziell rechne? „Wenn ausreichend Gäste kommen, dann ja.“ 

Lieblingsessen zu Hause genießen

Das sei auch den Sponsoren – darunter die Sparkasse Bergkamen-Bönen, die Gemeinschaftsstadtwerke Kamen-Bönen-Bergkamen und die Veltins-Brauerei – zu verdanken. „Wir können zum Beispiel ganz auf eine Standgebühr für die Anbieter verzichten. Diese müssen nur ihre Waren, ihren Stand und ihre Man-Power mitbringen“, erläutert Kube. Grundsätzlich sei ratsam, in diesen Zeiten auch mal „kleinere Risiken“ eingehen. „Lieblingsessen abholen – zu Hause genießen“ lautet das Motto der DRIVEmarINa. 

Der Ablauf ist wohldurchdacht. „Schon von weitem wird man alle angebotenen Speisen und Getränke auf einer großen LED-Videowand erkennen können“, kündigt Kube an. Bestellt werde dann nicht separat bei den einzelnen Anbietern, sondern in einem Schwung. Während das Essen und die Getränke zusammengestellt werden, parken die Kunden mit ihrem Auto auf dem Hafenplatz. 

„Ein kurzer Boxenstopp mit Blick auf das Hafenbecken lässt die kurze Wartezeit im Nu vergehen“, meint Kube. Servicekräfte mit Mund-Nasen-Schutz brächten die Bestellungen zu den Autos. Die Idee eines Drive-in habe schon bei einem ersten Zusammentreffen der Akteure großen Anklang gefunden, schildert Kube. Froh ist er, dass er auch das Stadtmarketing für die Aktion gewinnen konnte. „Die Stadt kümmert sich um die Verkehrsplanungen und ist mit einem Vertreter vor Ort“, sagt Kube. 

Service auch für Fußgänger

Und: „Wir wollen reibungslose Abläufe. Es soll alles so ruhig und vernünftig wie möglich über die Bühne gehen.“ Die Corona-Pandemie sei eine „Katastrophe“ für Gastronomen und Standbetreiber, aber auch für die Stadt und ihre Bürger, sagt Kube. Sie müssten in diesem Jahr zum Beispiel auf das beliebte Hafenfest verzichten. Mit dem DRIVEmarINa könne die Lücke zumindest teilweise geschlossen werden. Während der Öffnungszeiten des DRIVEmarINa bleibt der Hafenplatz für den normalen Besucherverkehr gesperrt, damit alle Abstandsregelungen eingehalten werden können. 

Nichtsdestotrotz befindet sich an der Promenade eine weitere Servicestelle mit der Möglichkeit, Speisen und Getränke unter Beachtung aller Hygieneschutzbestimmungen zu bestellen. An diesem Pavillon kommen dann die fußläufigen und Rad fahrenden Besucher auf ihre Kosten. Verzehrt werden darf das Essen aber nur außerhalb des abgesperrten Bereichs.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare