Kommunalwahl

"Sahnehäubchen": CDU lässt sich noch Zeit mit ihrer Kandidatenwahl für die Wahl 2020

Kreis Unna - Gut anderthalb Jahre vor der Kommunalwahl lässt sich die CDU im Kreis Unna mit der Kür ihres Kandidaten für das Landratsamt noch Zeit. „Wir sehen keine Notwendigkeit, uns jetzt schon festzulegen“, sagt CDU-Kreisvorsitzender Marco Morten Pufke.

Am Dienstag hatte die SPD mit dem Selmer Bürgermeister Mario Löhr ihren Kandidaten für die Nachfolge von Michael Makiolla (SPD) nominiert. Als einen Mangel an Kandidaten will Pufke das Warten aber keinesfalls verstanden wissen: „Zwei, drei, vier Leute fallen einem schon ein, die das könnten.“ 

Fahrplan für Anfang Februar

Darunter fielen der Fraktionsvorsitzende Wilhelm Jasperneite aus Werne, Mitglieder, die qua Amt in der Verwaltung die Kompetenz hätten, aber auch er selbst als Kreisvorsitzender der CDU. „Ich mag nichts ausschließen“, antwortet er auf die Frage, ob er wirklich eigene Ambitionen habe. „Aber wir werden innerhalb der Partei entscheiden, wer ins Rennen gehen wird.“ Bei der Klausurtagung Anfang Februar in Münster soll der Fahrplan festgezurrt werden. 

Pufke plädiert für eine Kandidatenkür Anfang 2020 und eine Wahl beim Parteitag im März. „Dann haben wir immer noch genügend Zeit für den Wahlkampf“, argumentiert Pufke. Und auf den freue er sich. Auch wenn die CDU mit anderen Parteien sprechen wollen, habe man als Volkspartei natürlich den Anspruch, einen eigenen Kandidaten ins Rennen zu schicken. „Aber wir sehen keine Notwendigkeit, das jetzt schon zu tun.“ 

Landratskandidat als Sahnehäubchen

Denn zunächst müssten sich auch die Fraktionen der zehn Städte vor Ort mit der zeitgleich anstehenden Bürgermeisterwahl befassen, vor Ort Listen aufstellen und sich mit den neuen Wahlkreiszuschnitten befassen. „Das Sahnehäubchen obenauf ist dann der Landratskandidat“, sagt Pufke, der mit Blick auf eine eigene mögliche Kandidatur nicht nur in Richtung Kreishaus zu schielen scheint.

 „Wir brauchen auch in Bergkamen einen CDU-Bürgermeister-Kandidaten“, und auch da denke jeder gleich an den Fraktionsvorsitzenden oder den Parteichef, sagt Pufke. Gegen wen der CDU-Bürgermeister-Kandidat dann antreten wird, ist noch unklar. 

Schäfer ist alles andere als amtsmüde

Amtsinhaber Roland Schäfer (SPD) lässt noch offen, ob er sich ein fünftes Mal zur Wahl stellen wird. „Ich bin bis 2020 gewählt und alles andere als amtsmüde“, sagt der 69-Jährige. Dennoch werde er sich Gedanken machen. „Von einigen werde ich gedrängt, weiterzumachen.“ Nach so langer Zeit den Weg für andere, jüngere freizumachen, wäre aber ein anderes Argument.

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