Manuel Hösel neuer Kaiser der Rünther Schützen

Nach dem Siegtreffer würde Kaiser Manuel Hösel von seinen Schützen-Kollegen gefeiert.
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Nach dem Siegtreffer würde Kaiser Manuel Hösel von seinen Schützen-Kollegen gefeiert.

RÜNTHE - Gezielt, geschossen – und wieder getroffen: Dem Holzvogel von Baumeister Andreas Kelch gewährten die Schützen aus Rünthe am Samstagnachmittag keine Ruhepause, und bereits wenige Minuten nach Beginn des Kaiserschießens schickte Manuel Hösel die entscheidende Kugel auf die Reise und sicherte sich so in einem kurzen, dafür aber spektakulären Wettkampf den Titel.

Eigentlich hätte das Kaiser- und Gästevogelschießen auf dem Gelände der ehemaligen Schachtanlage 3 bereits vor zwei Wochen stattfinden sollen. Aufgrund von Problemen mit der Schießanlage war der Termin jedoch verschoben werden. Das war ärgerlich für die Vereinsmitglieder aus Rünthe, denn am Wochenende blieben einige der Bierzeltgarnituren unter dem Festpavillon der Schützengemeinde unbesetzt. „Viele unserer Mitglieder hatten sich auf den ursprünglichen Termin eingestellt und konnten jetzt auf die Schnelle nicht mehr umplanen“, erläuterte Schützensprecher Wilhelm Wagner. Auch die große Anzahl weiterer Schützenfeste im Kreis habe sich negativ auf die Besucherbilanz ausgewirkt.

Die widrigen Umstände trübten die Stimmung der Schützen aber keineswegs. Sie ließen es am Samstag ab 13.30 Uhr ordentlich krachen. Vereinsmitglied Udo Stawinski zielte treffsicher, schoss das 400-Liter-Fass und sorgte dafür, dass die Kehlen der Schützen nicht lange trocken blieben. Orden gingen außerdem an Udo Mürmann, Christian Ress und Jens Oster. Die drei Schützen hatten sich zuvor die Herrschaftsinsignien Apfel, Zepter und Krone erschossen.

Später am Nachmittag erhielten schließlich noch die Gastschützen die Gelegenheit, ihr Können am Schießstand unter Beweis zu stellen. Unter anderem waren die Handwerkerschützen aus Hamm-Heessen und die Schützenkollegen aus Overberge zu Besuch. Den Gästevogel „erlegte“ ein Schütze, dessen Heimat rund 360 Kilometer von Bergkamen entfernt liegt: Wolfgang Heine aus Itzehoe sicherte sich die Königswürde. Er war mit dem 172. Schuss erfolgreich.

„Wenn dann endlich alle Vögel runter sind, wird nochmal ordentlich gefeiert“, hatte Schützensprecher Wagner bereits am Mittag angekündigt. Er hielt Wort, und bei kalten Getränken und Gegrilltem verbrachten die Schützen noch vergnügliche Stunden auf dem ehemaligen Zechengelände. - rol

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