Verfolgungsjagd

Mann aus Bergkamen flieht mit gemietetem Luxuswagen vor der Polizei

Ein Zeuge aus Bergkamen nimmt die Verfolgung auf und hilft damit, einen bewaffneten Ladendieb zu überführen.
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Mit einem Jaguar flüchtete ein bereits einschlägig vorbestrafter Bergkamener vor der Polizei.

Fahren ohne Fahrerlaubnis kam einen Bergkamener (30) bereits teuer zu stehen. Das hielt ihn aber offenbar dennoch nicht davon ab, sich hinter das Steuer einer gemieteten Luxuskarosse zu setzen und beim Anblick der Polizei Vollgas zu geben. Nun hätte er auf der Anklagebank sitzen sollen, erschien aber nicht. Das hat Folgen.

Kamen/Bergkamen – Zweimal stand ein 30-Jähriger bereits wegen einschlägiger Delikte vor Gericht. Zuletzt wurde sogar sein Auto als Tatwerkzeug eingezogen. Beeindrucken konnte das den Mann aus Bergkamen augenscheinlich nicht im Geringsten. Am Nachmittag des 24. Mai, so zumindest der aktuelle Vorwurf, fuhr er den Jaguar, den seine Ex-Freundin gemietet hatte.

Mit Tempo 130 durch eine 70er-Zone

Die Polizei bekam offenbar Wind davon, eine Beamtin sah erst ihn im Bereich der Werner Straße und des Hafenwegs hinter dem Steuer und dann vermutlich eine Staubwolke. Laut Anklage gab der 30-Jährige Gas, raste mit Tempo 130 durch eine 70er-Zone und überholte verkehrswidrig drei andere Fahrzeuge.

In einem Wohngebiet verloren ihn die Polizeibeamten aus den Augen, entdeckten jedoch später den verlassenen Wagen, der halb in einem Blumenbeet stand.

Ex-Freundin wurde bereits verurteilt

Nun sollte der Fall vor dem Amtsgericht Kamen verhandelt werden – von dem Angeklagten fehlte aber jede Spur. Lediglich seine Ex-Freundin, die bereits zu einer Geldstrafe verurteilt wurde, weil sie ihn fahren ließ, erschien als Zeugin. Die Frau gab an, dass sie keinen Kontakt mit dem Bergkamener habe, seine aktuelle Adresse nicht kenne und auch nicht im Besitz seiner Telefonnummer sei. Auch bestätigte sie zaghaft, Angst vor dem Mann zu haben. Unter den Umständen wurde das Verfahren ausgesetzt. Zum nächsten Termin im Spätherbst soll der Angeklagte polizeilich vorgeführt werden.

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