Taten in Kamen und Bergkamen

Mann (26) aus Bergkamen äußert sich erstmals zu Vorwürfen der Vergewaltigung

Angeklagter mit Verteidiger Marco Ostmeyer
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Der Angeklagte, hier zusammen mit seinem Verteidiger Marco Ostmeyer, soll im Sommer 2019 zwei Frauen vergewaltigt haben.

Seit Anfang Februar wird gegen einen mittlerweile 26-Jährigen verhandelt, der in Bergkamen und Kamen zwei junge Frauen vergewaltigt haben soll. Am 18. Verhandlungstag vor dem Dortmunder Landgericht äußerte sich der Angeklagte überraschend erstmalig zu einer angeklagten Tat.

Bislang hatte er zum Tatvorwurf der Vergewaltigung einer 16-Jährigen stets geschwiegen. Tenor seiner schriftlich formulierten Einlassung, die von Verteidiger Marco Ostmeyer vorgetragen wurde: In der Nacht zum 9. August vergangenen Jahres ist es zu sexuellen Handlungen mit der 16-Jährigen gekommen. Diese waren aber freiwillig und es gab keinerlei Druck oder Drohungen.

Der Angeklagte schildert eine zufällige Begegnung zwischen ihm und der Jugendlichen in einem Park in Kamen, wo man zusammen gekifft und sich unterhalten habe.

Sexuelle Handlungen angeblich einvernehmlich

Die 16-Jährige habe ihn gebeten, bei einer Gruppe junger Männer im Park für sie etwas Haschisch zu kaufen. Das habe er versprochen unter der Voraussetzung, dass man zuvor Sex habe. Eine Forderung, die er heute selbstkritisch als „absolut nicht zu rechtfertigen“ scharf kritisiere.

Es sei daraufhin in einem Gebüsch einvernehmlich zu sexuellen Handlungen gekommen, aber er habe das Mädchen nicht bedroht.

Zweite angebliche Vergewaltigung in Rünthe

Bei der Polizei hatte das mutmaßliche Opfer angegeben, dass er ihr zwischenzeitlich den Mund zugehalten und gedroht habe, ihr die Kehle aufzuschlitzen, wenn sie ihm nicht zu Willen sei. Im Raum steht eine zweite mutmaßliche Vergewaltigung.

Wenige Tage nach der Begegnung mit der 16-Jährigen soll der Angeklagte in einer Grünanlage an der Erlentiefenstraße in Rünthe eine Bekannte vergewaltigt haben. Auch hier behauptet der Angeklagte, dass der sexuelle Kontakt freiwillig gewesen sei.

Der Prozess wird am 29. September fortgesetzt.

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