Ab Donnerstag müssen Busfahrgäste noch mal umsteigen

Das Ende der Geduldsprobe naht: Neue Lippebrücke soll ab 18. August befahrbar sein

Auf die Podeste der Widerlager (hier Schalarbeiten für das Lagerfundament) muss der fertige Überbau der Lippebrücke ab Donnerstag bugsiert werden.
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Auf die Podeste der Widerlager (hier Schalarbeiten für das Lagerfundament) muss der fertige Überbau der Lippebrücke ab Donnerstag bugsiert werden.

Ein letzter großer Stillstand, dann ist der Weg bald wieder frei: In Rünthe startet Donnerstagabend der Verschub der Lippebrücke.

Rünthe – Letzter Kraftakt für den neuen Brückenschlag über die Lippe: Am Donnerstagabend wird ein Spezialunternehmen den 200 Tonnen schweren Überbau auf die Reise schicken. Im Schneckentempo geht der Mittelteil aus der Parkposition in der Behelfsbrücke dann mittels Schlitten und Seilzug über Teflonplatten auf den Weg in die Widerlager, die in den ursprünglichen Verlauf der Bundesstraße 233 gesetzt worden sind. Freitag, der 13. soll dann für Straßen.NRW, die Handvoll Anlieger und zigtausend Verkehrsteilnehmer ein Glückstag sein – und der 60 Meter lange Koloss millimetergenau in Position.

Mittwoch, 18. August, ab 5 Uhr freie Fahrt

Das erfordert noch einmal völligen Stillstand auf der wichtigen Verkehrsader. Nach der Sperrung für den Normalverkehr können ab Donnerstag, 18 Uhr, auch die Linienbusse der VKU und Rettungskräfte die Baustelle nicht mehr passieren. Erst am Mittwoch, 18. August, soll die Werner Straße ab 5 Uhr wieder passierbar sein.

VKU-Passagiere müssen über Fußgängerbrücke

Feuerwehr und Rettungsdienst müssen sich wegen der damit gekappten Unterstützung aus dem nahen Werne mit veränderten Bereitschaften einstellen, wie schon beim Abriss der alten Lippebrücke. Die Verkehrsgesellschaft Kreis Unna mbH (VKU) passt erneut ihre Fahrpläne darauf an. Die Passagiere müssen aussteigen und die Lippe über die Fußgänger- und Radfahrerbrücke auf der alten Zechenbahntrasse überqueren und am jeweils anderen Ufer in einen anderen Bus umsteigen.

Die S 81, R 81 und R 82 Richtung Werne fahren planmäßig bis zur Lippebrücke, die Haltestelle Wichernstraße entfällt. In Werne fahren die beiden R-Linien einige Minuten später bis zur Lippebrücke, im Nachbarort entfällt die S 81. N 11 und D 86 haben veränderte Zeiten.

Straßenbauer noch einmal unter Hochdruck

Damit der Fahrplan der Brückenbauer gehalten werden kann – was bisher gelungen ist – muss es nach dem Verschub des Überbaus über gut 15 Meter mit Hochdruck im Straßenbau weitergehen: bis Mittwochfrüh beidseits die stählernen Fahrbahnübergänge einsetzen, ausbetonieren, die Kappen für den Geh- und Radweg auf den Kragarmen betonieren, die Fahrbahn asphaltieren, Geländer anbringen.

Und dann steht parallel ja noch Gelsenwasser im Geschirr. Der Versorger muss die an der Brücke schon montierte Wasserleitung mit den alten Endstücken der Wasserzufuhr verbinden.

Am Mittwoch kommender Woche soll der Verkehr wieder rollen. Dann haben die Anwohner die Blechlawine wieder auf etwas mehr Abstand und nach eineinhalb Jahren kein Baustellengetöse mehr vor der Tür. Was dann bis Ende des Jahres noch an Kleinkram zu erledigen ist, sollte kaum auffallen.

Fahrplanauskunft


Die Service-Zentrale „fahrtwind“ hilft weiter: Telefon 01806/504030 (20/60 Cent pro Anruf); www.fahrtwind-online.de.

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