"Aus der Spur"

Limitierte Auflage: Autor Heinrich Peuckmann veröffentlicht neuen Roman

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Heinrich Peuckmann bei einer Lesung.

Bergkamen - Der Autor Heinrich Peuckmann legt zwei neue Veröffentlichungen vor: Mit dem Roman „Aus der Spur“ und dem Sammelband „Ruhrgebietchen“ setzt er wieder einmal seiner Heimat ein Denkmal. Der neue Roman erscheint nur in einer kleinen limitierten Auflage des Lychatz-Verlages in Leipzig. 

Die Veränderungen der Zeitungslandschaft beschäftigt die Fantasie des Autors. „Mir kam die Idee bei einer PEN-Veranstaltung. Meine Kollegen gingen davon aus, dass es sich bei den Schließungen von Zeitungen um ein vorübergehendes Ereignis handle. Ich sehe das nicht so“, sagt Heinrich Peuckmann zur Grundidee. 

In seinem Roman ist es der Journalist Ulrich, der über Nacht ohne Job dasitzt und nun an seinem neuen Leben arbeiten muss. Die Geschichte spielt in Dortmund. „Das ist schließlich meine Heimat“, sagt Peuckmann zum Ort des Geschehens. Ähnlichkeiten mit Ereignissen und Personen, die sich in diesem Zusammenhang ja tatsächlich in Dortmund zugetragen haben, gebe es aber nicht, so der Autor. 

"Ausgabe für enge Freunde des Verlages"

Gleichwohl webt der Schriftsteller autobiografische Züge ein. Und, wenn es um Dortmund geht, liefern die Zeche Zollern und der Phönixsee das notwendige Lokalkolorit. „Eigentlich ist es eine Ausgabe für enge Freunde des Verlages, der sich aus der Sparte Erwachsenen-Literatur verabschieden will“, erläutert Peuckmann. Trotzdem bestehe für Interessierte die Möglichkeit, eines der wenigen Exemplar unter lychatz@lychatz.com zu ordern. 

Erinnerungen aufrecht erhalten

Im Sammelband „Ruhrgebietchen“ ist ein Beitrag erschienen, in dem der Kamener über Eindrücke aus seiner Jugend berichtet. „Der brennende Himmel“ ist der Titel, in dem der Autor den Leser ebenfalls nach Dortmund entführen möchte. Es ist eigentlich noch gar nicht so lange her, als in Dortmund tatsächlich noch der Himmel „brannte“. In den 1970er Jahren erlebte Peuckmann nach einer Lesung in Hörde dieses Schauspiel. Im Stahlwerk Phönix wurde auch nachts flüssiger Stahl abgestochen. Das tauchte den Himmel in ein bedrohliches Licht. 

Mit seinem liebevollen Blick auf das Ruhrgebiet von früher möchte Peuckmann die Erinnerungen aufrechterhalten. „Damals war es oft diesig, die Hochöfen rauchten“, erinnert er sich. Die Ruhrgebietler selber seien ein offenes Völkchen und der Begriff Heimat habe immer noch Konjunktur. Das sei angesichts von Globalität ein zu schützendes Gut. 

Aus dem Roman „Aus der Spur“ liest Peuckmann am 19. November, im Dortmunder Literaturhaus, Neuer Graben, um 19.30 Uhr.

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