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Vereinte Nationen tagen im PZ

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Von: Stephanie Tatenhorst

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Wer Fragen an den Redner hatte, erhob sich vom Sitz. © Stephanie Tatenhorst

Bergkamen – „Ich bin Abdullah II. aus dem Königreich Jordanien“, sagte ein Schüler gestern im PZ des Gymnasiums und begrüßte die UNO-Generalsekretärin, die Vertreter der Länder und die Weltpresse. Statt Gelächter erntete er aufmerksame Stille und trug die Ansichten „seines“ Landes zur Situation in Syrien vor.

Als Fragen an ihn gerichtet werden konnten, wurde das Wort erteilt und die Fragenden erhoben sich respektvoll von ihren Sitzen. Keine Frage, das Planspiel zum Syrien-Konflikt, das von der Bundeswehr entwickelt worden war und die Leistungskurse Sozialwissenschaften der Stufen Q1 und Q2 den ganzen Tag beschäftigte, wurde mit viel Ernst abgearbeitet.

Konzentrierte Gruppenarbeit

Als es in Gruppenarbeit darum ging, Bündnispartner zu finden und mit anderen Ländern Kompromisse zu schließen, taten die Gymnasiasten genau das. Über andere Themen quatschen, das gab es kaum. „Ich biete einen Deal: Ihr nehmt wieder Flüchtlinge auf, dafür sichert die UN Eure Grenzen“, hieß es stattdessen, als „Generalsekretärin“ Nora Varga „Jordaniens König“ auf dem Gang stellte.

Lehrer sind zufrieden

Entsprechend stolz blickten die LK-Lehrer Maria von dem Berge und Matthias Fahling auf ihre Schützlinge. „Meine sind in der Q1, da haben wir schon einen Crashkurs gemacht“, gab von dem Berge zu, bei der Q2 sah das allerdings anders aus. „Die stehen kurz vor dem Abitur. Internationale Politik und die UNO haben wir ausführlich gemacht. Das sollten die Schüler daher auch drauf haben“, urteilte Fahling und war zufrieden, wie sich seine Schüler schlugen.

Angebot der Bundeswehr

Geleitet wurde das Planspiel von Bundeswehr-Hauptmann Roman Hermann, Referent für Sicherheitspolitik der Jugendoffiziere Münster. Und der legte Wert auf das Verhalten der Schüler. „Ihr repräsentiert Euer Land, wenn Ihr ans Rednerpult tretet. Also benehmt Ihr Euch entsprechend“, erklärte er.

Schüler gewinnen Planspiel viel ab

Es gab Rückmeldungen zur Rhetorik und zur eingesetzten Körpersprache und Tipps, wie Reden am besten vorgetragen werden. Lob gab es auch: „Inhaltlich waren Eure Reden alle sehr gut.“ Die Schüler gingen in ihren Rollen auf. „Es ist einfach interessant, mal hautnah zu erfahren, was man als Vertreter eines Landes alles beachten muss“, sagte Schülerin Janine Goldbaum.

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