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Landfrauen fusionieren zum Ortsverband Kamen-Bergkamen

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- Foto: Glaschke
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BERGKAMEN -  Der Bergkamener Landfrauen-Ortsverband fusioniert mit den Verbänden Westick, Wasserkurl, Methler und Unna-Afferde zu einem Ortsverband Kamen-Bergkamen. Diese Entwicklung sei ein ganz normaler Trend.

So sagte es am Mittwoch auf Anfrage unserer Zeitung Elma Vieseler-Thiele, Geschäftsführerin des Kreisland-Frauenverbandes Ruhr-Lippe. In anderen Regionen wie Ostwestfalen oder dem Münsterland gebe es schon länger größere Gruppen.

„Bei uns gibt es viele kleine Ortschaften“, so Vieseler-Thiele. Damit erklärte sie auch die hohe Anzahl der Landfrauen-Verbände in der Region. Insgesamt gibt es davon 35. „Wir haben es so bestehen lassen wie es war. Es gab eine Struktur“, sagte sie.

Der Auslöser für den Zusammenschluss der Ortsverbände lag nun darin, keine Nachfolgerin für die erste Vorsitzende der Bergkamener Landfrauen gefunden zu haben. Zwölf Jahre stand Erika Lippmann dem Verein vor. Nun wurde sie während der Jahreshauptversammlung in der Gaststätte Haus Heil am Dienstagnachmittag verabschiedet. Elma Vieseler-Thiele sowie Lippmanns Vorgängerin Ingrid Spielhoff ließen dabei die vielen Jahre ihrer Vorstandstätigkeit Revue passieren. „Ich habe die Arbeit immer gerne gemacht“, sagte Erika Lippmann. Dennoch legte sie ihr Ehrenamt nun nieder – aus familiären Gründen, wie sie sagt. Unter anderem nehme sie die Arbeit im Sauenstall ihres Sohnes mehr in Anspruch.

Dass nun kein Mitglied der Bergkamener Landfrauen ihre Nachfolge antreten wollte, erklärt sich Erika Lippmann damit, dass gerade die jüngeren Mitglieder privat und im Beruf eingebunden seien. „Da trauen sie sich nicht, auch noch so ein Ehrenamt zu übernehmen. Das bedeutet zusätzliche Arbeit.“

Vorteile für den Zusammenschluss gibt es einige. Aufgrund des hohen Alters der Mitglieder würden die Treffen immer schlechter besucht, sagte Erika Lippmann. Die Überalterung des Verbandes sieht auch Vieseler-Thiele als einen Grund für die Fusion: „Die Treffen sollen sich auch lohnen.“ Den Austausch mit Frauen aus anderen Orten und damit, über den Tellerrand hinauszuschauen, nannte sie einen weiteren Vorteil. Außerdem können durch die Fusion auch die steigenden Kosten, beispielsweise für Referenten, besser bewältigt werden. Denn nach der Fusion wird der neue Verband rund 200 Mitglieder haben.

Am Mittwochabend kamen die Ortsvorsitzenden der fusionierenden Ortsgruppen in Wasserkurl zusammen, um die Neu-Organisation zu besprechen. Wie Vieseler-Thiele erklärte, sei geplant, dass Abgeordnete aus den kleinen Gruppen den neuen Vorstand stellen werden. Aus rund zehn Frauen werde dieser dann bestehen. „Die großen Gruppen werden besser arbeiten können“, sagte sie zu der neuen arbeitstechnischen Aufteilung. Denn nicht eine Frau müsse alles planen, sondern jede könne sich dann um einen Monat im Jahr kümmern.

Auch Erika Lippmann nahm an dem Treffen teil. „Einerseits ist es traurig jetzt aufzuhören, andererseits geht es weiter“, sagte sie und verriet damit, dass sie sich auch weiter für die Landfrauen engagieren wird. - vg

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