Bauarbeiten pausieren

L821n: Keine Baufortschritte in diesem Jahr mehr

Baustelle L821n 1. Bauabschnitt vom Kreisverkehr Lünener Straße bis zum Friedhofspatt
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Nach der Fertigstellung des ersten Bauabschnittes endet die L821n derzeit vor dem Weg zum Parkfriedhof. Erst 2021 wird weitergebaut, dann von Norden aus.

Der erste Abschnitt ist seit dem Sommer fertig, doch bis es mit den Bauarbeiten an der L821n weitergeht, wird noch einige Zeit vergehen. Ursprünglich war von Straßen.NRW als Bauherr einmal der September als Startschuss für das zweite Teilstück anvisiert worden, doch nun läuft die Ausschreibung dafür noch bis Anfang 2021. Der Verkehr kann eventuell erst 2024 über die Umgehung rollen.

Die Verzögerung habe sich bereits vor Baubeginn eingeschlichen, erläutert der kommissarische Projektleiter Sebastian Felgenhauer. Im vergangenen Frühjahr habe der Lockdown wegen des Coronavirus notwendige Abstimmungsgespräche behindert. „Wir haben im März und April viel Zeit verloren“, sagt Felgenhauer. Diese Verzögerung zieht sich nun weiter durch die nächsten beiden Etappen der Umgehungsstraße, die für Entlastung des Verkehrs auf der Jahnstraße in Oberaden und der Schulstraße in Weddinghofen sorgen soll.

Nachdem die ersten 440 Meter der 1,9 Kilometer langen Trasse vom neuen Kreisverkehr an der Lünener Straße bis hin zum Wirtschaftszweig zum Parkfriedhof fertiggestellt worden ist, begannen die Vorarbeiten für den zweiten Abschnitt, der vom Norden her von der Erich-Ollenhauer-Straße in Angriff genommen werden wird. Der Weg wird entlang der Bebauung entlang der Schlenke bis zum Kuhbach führen und den Heideweg überqueren.

Erst nach dem Winter weiterbauen

Durch die Verzögerung zu Beginn wäre der Startschuss für Teil zwei allerdings laut Felgenhauer in den November gefallen. „Das ist aus bautechnischen Gründen eine Katastrophe“, sagt er mit Blick auf den nahenden Winter. Deshalb wurde das Projekt nach hinten geschoben, um erst anzufangen, „sobald die Witterung es zulässt“, so Felgenhauer, der nicht gleich zu Beginn von Schnee und Eis unterbrochen werden möchte.

Noch kann der Weg zum Friedhof von Oberaden aus genutzt werden.

Durch den Aufschub bereitet es Straßen.NRW auch keine Probleme, dass sich das Verkehrsministerium eingeschaltet hat, um die Bewerbungen zu prüfen. Das dauere nach Angaben von Felgenhauer etwa zwei Monate und sei immer der Fall, wenn die Baukosten fünf Millionen Euro übersteigen. „Das haben wir ganz knapp geknackt“, sagt der Projektleiter. Der Grund sei die notwendige Brücke über den Kuhbach. Die insgesamt 14,5 Millionen Euro für die L821n verteilen sich mit jeweils rund 2,4 Millionen auf das erste, mit 5,7 Millionen auf das zweite und mit 3,7 Millionen auf das dritte Teilstück. Dieses führt wieder von dem jetzt fertiggestellten Ende bis zum Kuhbach, wo von beiden Seiten an der Brücke gebaut wird. Dazu kommen 2,7 Millionen Euro für Grundstückskäufe.

Fertigstellung wohl erst 2024

Mit der Ausschreibung für den dritten Abschnitt soll nach der Beauftragung einer Firma für das zweite Stück begonnen werden, um dann zeitgleich dem Ende entgegenzustreben. Fertig soll laut Plan alles im Jahr 2023 sein, doch Felgenhauer glaubt, dass das knapp werden könnte. Eine wirkliche Schätzung sei aber schwer. „Da sind so viele Winter dazwischen.“

Keine Verzögerung wird nach Meinung des Projektleiters der Fund von seltenen Kammmolchen mit sich bringen. Anfang Oktober hatten Anwohner im Bereich Erich-Ollenhauer-Straße/In der Schlenke diesen unter Naturschutz stehenden, bis zu 18 Zentimeter lang werdenden Schwanzlurch entdeckt. Felgenhauer verweist auf das Planfeststellungsverfahren, in dem die Flora und Fauna vor Ort untersucht wurde. Aufgrund dessen wurde ein dauerhafter Zaun entlang der Straße mit in das Bauvorhaben integriert. „Was andere Amphibien aufhält, wird auch den Kammmolch davon abhalten, auf die Straße zu laufen“, sagt der Straßen-NRW-Mitarbeiter zuversichtlich.

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