Kyrill hinterließ nur geringe Schäden

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Das Dach des Hauses in der Görlitzer Straße wurde abgedeckt.

Bergkamen - Fast auf den Tag genau vor zehn Jahren fegte Kyrill über das Land hinweg. Während der Sturm in den Wäldern des Sauerlandes verheerende Schäden anrichtete, hielt sich das Ausmaß der Zerstörung in Bergkamen in Grenzen.

Ganz arbeitslos waren Feuerwehr und andere Helfer allerdings. Die Auswirkungen von Kyrill beschäftigten im Januar 2007 auch die Bergkamener Feuerwehr. „Bei insgesamt 220 Einzeleinsätzen waren Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Bergkamen eingebunden“, erinnert sich der Wehrführer der Bergkamener Feuerwehr, Stadtbrandmeister Dietmar Luft. Im Rückblick wichtig für ihn war bei den Einsätzen, dass niemand der Wehrkräfte bei den Einsätzen verletzt wurde. Auch Schäden an der Ausrüstung gab es zum Glück nicht zu beklagen. Hauptanlass für die Freiwillige Feuerwehr waren natürlich heruntergefallene Dachziegel, umgestürzte Bäume, abgerissene Äste sowie entsprechende Folgeschäden. „Allerdings gab es auch zwei größere Schadensereignisse an Häusern“, so Luft. Den größten Einsatz fuhren die Kräfte an einem Mietshaus an der Görlitzer Straße mit rund 20 Mietparteien. „Der Sturm hatte hier große Teile des Dachs abgehoben, die zu Boden stürzten. 

Haus wurde evakuiert

Damit nicht genug, es wurden dabei Teile der Heizungs und Lüftungsanlage des Hauses beschädigt. Bei der Wehr reagierte man allerdings sehr schnell, evakuierte das Haus und brachte die Bewohner in einem von einem Busunternehmen zur Verfügung gestellten Bus unter. „Schon am nächsten Tag waren Handwerker vor Ort, die das Dach und die Heizungsanlage notdürftig instandsetzten, damit die Bewohner wieder zurück in die Wohnungen konnten.“ Auch ein Schaden am Dach der Stadtbibliothek beschäftigte die Wehrleute. „Wenn ich erinnere, wie schwer es andere Kommunen getroffen hat, wo es auch viele Verletzte und sogar Tote zu beklagen gab, sind wir in Bergkamen noch mit einem blauen Auge davon gekommen“, resümiert Luft. 

Löcher im Kirchendach

Größere Löcher riss der Sturm in das Dach der Martin-Luther-Kirche in Oberaden. Wegen der Gefährdung der Besucher wurde der Gottesdienst in das Bonhoeffer-Gemeindezentrum verlegt. Der Bergkamener Feuerwehrchef erinnert sich auch an Situationen an dem Tag, bei denen er noch heute den Kopf schütteln muss. „Ich war unterwegs zwischen verschiedenen Einsatzorten der Wehr, als ich auf der Straße tatsächlich zwei Jogger laufen sah. Vor mir fielen dicke Äste auf die Straße, und die hatten nichts besseres zu tun, als ihrem Sport nachzugehen. Hier von Leichtsinnigkeit zu sprechen ist sicher eine sehr gemäßigte Formulierung“, betont Dietmar Luft.

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