Nach Grabraub-Fällen

Kurioses auf dem Oberadener Friedhof: Madonnen-Statuen auf fremden Gräbern

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Seltsamer Fund auf dem Oberadener Friedhof.

Bergkamen - Grabräuber hatten Anfang März auf dem Friedhof in Rünthe ihr Unwesen getrieben. In zwei aufeinander folgenden Nächten ließen sie von Gräbern wertvollen Schmuck mitgehen. Das genaue Gegenteil ist nun auf dem Friedhof in Oberaden passiert.

Dort wurden auf unterschiedlichen Gräbern und über den gesamten Friedhof verteilt acht große Madonnen und drei Pflanzschalen aus Bronze und Gusseisen entdeckt, die vorher nicht dort standen. Den Gesamtwert des Grabschmucks schätzten Fachleute der Firma Kerak auf rund 6000 Euro. 

Der erste Fund wurde der Polizei am späten Sonntagabend gemeldet, doch da ging man noch von einem dummen Streich aus und dass die Figuren einfach nur von anderen Gräbern versetzt worden waren. Als am Montagmorgen auch Friedhofsgärtner Jörg Kampmann informiert war und der mit seinem Team auf der Suche nach dem richtigen Grab für die „falsch platzierte“ Madonna die Augen offen hielt, wurden weitere Funde gemacht. 

„Das habe ich auch noch nicht erlebt“, sagt Kampmann. Der Schmuck wurde auf den ersten Blick ordentlich und an scheinbar passende Stellen gesetzt und nicht irgendwo ins Gebüsch geworfen. An einigen Fundstücken ist aber erkennbar, dass sie mit Gewalt aus ihrer Verankerung gerissen wurden. 

Friedhofsgärtner Jörg Kampmann wundert sich über die Madonna-Figuren.

Handelt es sich um Diebesgut?

Die Vermutung, dass es sich um Diebesgut handelt, liegt nahe. Die Polizei hat nun die Ermittlungen aufgenommen. Doch wo kommt der Grabschmuck her? „So viele Madonnen haben nie auf dem Friedhof in Oberaden gestanden“, sagt Kampmann. 

Die Figuren haben eine durchaus stattliche Größe zwischen etwa 0,7 und 1,20 Meter und sind entsprechend schwer. Wer sich daher die Mühe machte, die Figuren ordentlich und für Unbeteiligte unauffällig auf Gräbern zu „entsorgen“, bleibt Gegenstand der Ermittlungen.

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