Krimilesung im Friseursalon

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Reiner M. Sowa liest im Friseursalon.

Bergkamen - Für Kultur ist an den ungewöhnlichsten Orten Platz. Bekanntlich wurde in Bergkamen bereits ein Bestattungshaus zum Veranstaltungsort einer überaus humorvollen Lesung. Die Liste dieser Orte wird nun um einen neuen Platz erweitert: Warum nicht nach dem „Waschen, Legen und Föhnen“ noch einem spannenden Vortrag lauschen?

Das hat sich Gisbert Frech gedacht. Der Gevelsberger betreibt einen kleinen Verlag vor allem mit Büchern rund um den Citroen 2CV, der so genannten „Ente“. Seine Lebensgefährtin Claudia Funk wiederum ist Inhaberin eines Friseursalons in der Straße „Auf den Birken“ an der Stadtgrenze zu Niederaden. „Warum immer nur zum Friseur, um die Haare zu schneiden?“, so der Gedanke von Gisbert Frech. Und so entstand die Idee, im Salon eine Lesung zu veranstalten. Die findet am Mittwoch, 8. Februar um 19.30 Uhr im Salon „Claudias Haarteam“ in Oberaden statt. Der Eintritt beträgt fünf Euro. 

Ein Bestatter auf der Flucht

Gelesen wird nicht etwa über die hohe Kunst, eine Ente zu fahren – oder zu reparieren, wobei Frech selber Experte wäre. „Ich bin mit meiner Ente damals bis nach Indien und zurück gefahren“, sagt er. Gelesen wird aus dem Krimi „Ein Bestatter auf der Flucht“. Autor Reiner M. Sowa wird selbst seinen Kriminalroman vorstellen.

Zum Inhalt: Ulrich Schwartz glaubt, alles über den Tod zu wissen. Doch als ein ihm unbekannter Mann in seinem Bestattungshaus erscheint, um sich das Leben zu nehmen, beginnt für den Bestatter ein Albtraum: Er wird in einen Unfall verwickelt, in dem der Selbstmordkandidat ums Leben kommt. Die Polizei glaubt an einen Mord und verdächtigt den Bestatter. Panik und Angst schleichen sich in sein geordnetes Leben. Er wird von Macht und Missgunst an seine moralischen Grenzen gezerrt. Immer schneller dreht sich die Spirale des Schreckens, die seine Existenz in die Tiefe zu reißen droht... 

So ganz ohne Enten kommt im Übrigen auch dieser Krimi nicht aus, denn Reiner M. Sowa ist selbst begeisterter 2CV-Fahrer – man kennt sich unter Leidensgenossen.

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