Mit Bildergalerie und Video

Krieg der Sterne im Stadtmuseum 

+
Ihren großen Auftritt hatten die Mitglieder der beiden Star Wars Fanclubs am Wochenende in Oberaden. Teilweise sehr professionell waren nicht nur die Kostüme, sondern auch das Posing vor der Kamera.

Oberaden - Sehr merkwürdige Gestalten wie von einem anderen Stern tummelten sich am Wochenende in Oberaden und in der umliegenden Bergkamener Galaxie. Manchen Einheimischen brachte das wohl ins Grübeln, ob die Übernahme der Stadt durch Außerirdische möglicherweise schon stattgefunden hat oder ob es sich einfach um eine Star Wars Ausstellung handelt.

Ich fliege durchs Weltall. Um mich herum zucken pausenlos gefährliche Laserstrahlen auf, andere Raumschiffe explodieren. Meine Mission ist mir nicht ganz klar. Das Briefing war nur kurz und schon war ich mitten im Getümmel. Mein Fluggefährt habe ich noch nicht ganz unter Kontrolle, immer wieder vollführe ich ungewollt Loopings und Schrauben, mir wird leicht übel.

Dann taucht wie aus dem Nichts ein gegnerischer Flieger auf, eröffnet das Feuer und verwandelt meinen X-Flügler in einen grellen Feuerball. Das war es. Ich bin gescheitert, und das auf niedrigstem Niveau. Nein, aus mir wird kein Rebell mehr. Ich nehme die Virtual-Reality-Brille von meinem Kopf und befinde mich wieder in der Realität, in Bergkamen, auf dem Gelände des Stadtmuseums. 

Es ist Samstagmittag. Ich befinde mich noch immer im Cockpit eines aus den „Star Wars“-Filmen bekannten X-Wing-Sternenjägers. Möglich machte das die aktuell laufende „Star Wars“-Sonderausstellung, die am vergangenen Wochenende in Form der „Science Fiction Days“ auf besondere Art zelebriert wurde. 

Zwei Tage lang trieben Mitglieder der „Star Wars Fans Dortmund“ und der „501st German Garrison“ in Gestalt bekannter und weniger bekannter Charaktere des Kult-Franchises im Innen- und Außenbereich des Museums spaßigen Unsinn mit Liebhabern des Science-Fiction-Märchens. Kinder, Erwachsene, Nerds und Familien durften die Pistolen der Rebellen in die Hand nehmen, ein Foto mit Bösewicht Darth Vader machen und Zeugen von beeindruckenden Laserschwert-Vorführungen werden. 

Anja und Dietmar Strugholz vom R2-D2 Builders Club steuerten ihre detaillierten, selbstgebauten Droiden über das Gelände. Dass die ikonische Filmmusik von Komponist John Williams durch die Räume des Museums hallte, verstand sich bei diesem liebevollen Fan-Event fast schon von selbst. 

Die Firma Z Montagen sorgte bei den Besuchern für große Augen. Denn die Mitarbeiter brachten ein Modell eines jener Raumschiffe mit, die in vielen Weltraumschlachten in den „Krieg der Sterne“-Filmen zum Einsatz kommen: Des X-Wings. Und das in Originalgröße. War das auf dem Außengelände des Museums geparkte Gefährt schon durch seine Anwesenheit ein wahrer Hingucker, wurde es für all jene Besucher, die ins Cockpit kletterten, noch einmal reizvoller. 

"Science Fiction Days" im Stadtmuseum Bergkamen

Denn hier durften nicht nur Helme der Rebellen aufgesetzt werden, sondern auch eine Virtual-Reality-Brille. Dank einer im Modell verbauten Spielekonsole konnte eine actionreiche Schlacht in einer weit weit entfernten Galaxie hautnah erlebt werden. 

Nur am vergangenen Wochenende herrschte solch galaktisches Treiben, die Sonderausstellung an sich kann aber noch bis zum 4. August im Museum besucht werden. Für die Ausstellungsstücke sorgten die „Star Wars Fans Dortmund“. „Von uns stammen die Tatooine-Wand, der ‚Han Solo in Carbonite‘ und die Exponate mit den Kostümen“, erklärt Andreas Heerbrand, erster Vorsitzender des Fanclubs. „Wir haben auch diverse Vitrinen gefüllt mit Helmen und Waffen aus dem ‚Star Wars‘-Bereich.“ 

Museumsleiter Mark Schrader ist sich sicher: „Wir haben mit dieser Ausstellung noch einmal ein Highlight, bevor wir nächstes Jahr sehr groß sanieren werden“, erzählt er. „Die Stadt investiert sehr viel Geld, damit unser Standort gesichert wird. Dann haben wir mehr Ausstellungsfläche. Und das ruft ja nach einer Fortsetzung dieser und ähnlicher Aktionen.“, gibt Schrader, der selbst ein großer Science-Fiction-Fan ist, einen Ausblick auf die Zukunft.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare