Kommentar

Die SPD und Rüdiger Weiß: Überfälliges Ende einer Symbiose

Acrylglas-Kabine im Landtag Düsseldorf
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Blick in den NRW-Landtag in Düsseldorf. Rüdiger Weiß MdL wird sein Mandat niederlegen.

Kein anderer hat den SPD-Landtagsabgeordneten Rüdiger Weiß zu Fall gebracht als er selbst, meint Redakteur Bernd Kröger. Ein Kommentar.

„So isser!“ Mit diesen zwei Worten ist das Meiste gesagt über den Landtagsabgeordneten Rüdiger Weiß, sein armseliges „Was glaubst du, wer ich bin?“-Gebaren, das unter anderen Umständen als Provinzposse um einen Hinterbänkler Typ Auslaufmodell abgehakt worden wäre.

„So isser“ war mein erster Gedanke als Beobachter und Tenor einer Reihe von Reaktionen aus Parteikreisen. „Glaub’ ich nicht“, hat keiner gesagt. Das spricht auch Bände über eine SPD, die den Abgeordneten, wiederholten Ratsfraktionschef, Vertreter an den Fleischtöpfen der Kommunalpolitik und Machtmenschen in der Partei-Hierarchie gemacht – und machen lassen – hat.

So viel zur Mitverantwortung und Aufrichtigkeit einer SPD, die es nicht gewagt hat, auf Parteitagen und bei Wahlen mal Klartext zu reden. So hatte Weiß einiges auf dem Deckel, als ihm nun unweigerlich die Gesamtrechnung zum Verhängnis wurde. Und das zu Recht. Nach allem was man hört, hat der Genosse den letzten Kredit verspielt, als er sich schon „überführt“ noch wand und als Opfer gerierte, wie des Öfteren in Bedrängnis.

Jetzt kann jeder Genosse wissen: Kein anderer hat Weiß zu Fall gebracht als er selbst. Die Dummheit mit dem Brief ist sein persönliches Drama geworden. Der Vorhang ist gefallen: Rücktritt!

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