In der Regenbogenschule

Kochshow mit lokaler Prominenz zeigt: Fairtrade-Produkte sind auch lecker

Zu dritt hinterm Herd: Show-Koch Hendrik Meisel (Mitte) entlockte seinen Gästen Dietmar Luft (links), dem ehemaligen Stadtbrandinspektor, sowie Ehrenbürgermeister Roland Schäfer so manch Anekdote.
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Zu dritt hinterm Herd: Show-Koch Hendrik Meisel (Mitte) entlockte seinen Gästen Dietmar Luft (links), dem ehemaligen Stadtbrandinspektor, sowie Ehrenbürgermeister Roland Schäfer so manch Anekdote.

Fair einkaufen und lecker kochen – dass das ohne Probleme klappt, bewiesen Hendrik Meisel und Klaus Hamelmann am Samstag in der Mensa der Regenbogenschule in Bergkamen-Rünthe. Dort gastierten sie mit ihrer „Fairen Kochshow“ und holten auch Bergkamens Ehrenbürgermeister Roland Schäfer und den ehemaligen Stadtbrandinspektor Dietmar Luft an den Herd.

Bergkamen – Gut Ding will Weile haben – so hätte die Steuerungsgruppe der Fairtrade-Town Bergkamen die Kochshow auch überschreiben können. „Wir wollten die Show eigentlich schon 2019 nach Bergkamen holen“, erzählte Petra Nawroth. Zuerst fehlten allerdings die Räumlichkeiten. „Dann kam Corona“, schilderte Nawroth. Jetzt sei es endlich wieder möglich, solche Veranstaltungen zu organisieren.

So verwandelte die Mensa sich für den Abend in ein Kochstudio, in dem fair gehandelte Produkte in den Töpfen und Pfannen landeten: ein im afrikanischen Eswatini – früher Swasiland – hergestelltes Chutney zum Beispiel, das die Tomaten-Erdnuss-Pasta als Geheimzutat veredelte. Oder Erdnusspaste, die der Ehrenbürgermeister sorgfältig in die Sauce einrührte.

„Ich koche leidenschaftlich gern“

Fremd war Schäfer der Platz am Herd nicht. „Aber ich brauche ein Rezept, nach dem ich kochen kann“, erzählte der einstige Stadtchef. Für Dietmar Luft sind brutzelnde Pfannen und dampfende Töpfe ein Genuss. „Ich koche leidenschaftlich gern“, betonte der ehemalige Chef der Freiwilligen Feuerwehr.

Etwa 30 Zuschauer behielten genau im Blick, was die drei Männer am Herd zauberten. „Wir sind ausgebucht“, freute sich Nawroth. Zwar sei in der Mensa noch mehr Bestuhlung möglich gewesen.

„Aber wir wollten es unter dem Sicherheitsaspekt im kleineren Rahmen halten“, erklärte sie. Darum war auch am Eingang die inzwischen fast obligatorische 3G-Kontrolle angesagt, ehe die Zuschauer es sich in der Mensa bequem machen konnten. Damit auch diejenigen den drei Köchen auf die Finger schauen konnten, die weiter weg saßen, war eine Kamera auf den Herd ausgerichtet, die Bilder flackerten über eine große Leinwand.

„Zeit der Grundsatzvorträge vorbei“

Die nutzten Koch Hendrik Meisel und Techniker Klaus Hamelmann auch, um den Zuschauern Eindrücke aus dem fairen Handel zu verschaffen. Denn bei der „Fairen Kochshow“ geht es längst nicht nur darum zu zeigen, wie lecker fair gehandelte Produkte sind. Den beiden Akteuren ist es wichtig, den Fair-Trade-Gedanken weiter in den Fokus zu rücken. Das allerdings auf innovative und ansprechende Weise: „Wir finden, dass die Zeit der Grundsatzvorträge vorbei ist“, erklärte Meisel. Also entwickelten er und Hamelmann die Kochshow, bei der die beiden Aktivisten das Publikum mit auf eine Weltreise nehmen.

Denn während Meisel mit Schäfer und Luft kochte und ihnen Geschichten aus ihrem Leben entlockte, spielte Hamelmann immer wieder Videos ein, die bei Reisen zu Produktionsstätten des fairen Handels entstanden sind. Dadurch erfuhren die Zuschauer zum Beispiel, wie sich Frauen in Marokko zu einer Fairtrade-Kooperative zusammengeschlossen haben, um aus den Früchten des Arganbaums Arganöl herzustellen. „Das ist das wertvollste Öl der Welt“, erklärte Meisel. Andere Videos zeigten weitere Fairtrade-Produzenten und Produkte, um zu verdeutlichen, wie wichtig der faire Handel ist, den auch Bergkamen als Fairtrade-Town seit 2015 weiter nach vorn bringen möchte.

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