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Schottergarten weg, Grün aufs Dach: So gibt‘s dafür Geld von der Stadt

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Nicht gut fürs Klima in der Stadt: Schottergärten heizen die Quartiere auf, speichern kein Wasser, bieten nichts für Flora, Fauna – und sind vor allem grau.
Nicht gut fürs Klima in der Stadt: Schottergärten heizen die Quartiere auf, speichern kein Wasser, bieten nichts für Flora, Fauna – und sind vor allem grau. © Robert Szkudlarek

Mit Geld aus dem Stadtsäckel - 60.000 Euro in diesem und dem nächsten Jahr - legt die Stadt Bergkamen eine eigene Klimaförderung auf, um Hauseigentümern Anreize zu geben. Das Wichtigste im Überblick:

Bergkamen – „Weg mit dem Schotter“ heißt in der Förderung klimafreundlicher Umbauten an Haus und Hof auch „Her mit dem Schotter“ – sofern man diese umgangssprachliche Bezeichnung fürs liebe Geld durchgehen lässt. Wer eine Fläche entsiegelt, indem er seinen Schottergarten durch Grün ersetzt, dem greift die Stadt Bergkamen mit einem neuen Förderprogramm unter die Arme. Auch bei der Umwandlung herkömmlicher Dächer in ein Gründach setzt die Kommune eigene Anreize. Das soll das Umdenken beflügeln.

Stichwort: Schottergarten. Wann geht’s los und wie komme ich ans Geld?

Die Förderrichtlinie gilt ab sofort. Anträge sind schriftlich beim Amt für Stadtplanung, Klimaschutz, Straßen und Grünflächen einzureichen.

Wie viel Geld gibt es zu welchen Bedingungen?


Der Zuschuss beträgt bei Ausführung durch einen Fachbetrieb 25 Euro pro Quadratmeter entsiegelter Fläche, maximal jedoch 25 Prozent der anrechenbaren Kosten. Wird die Maßnahme in Eigenleistung erbracht, so beträgt der maximale Zuschuss 50 Prozent der anrechenbaren Kosten. Die geförderte Fläche muss mindestens zehn Quadratmeter aufweisen. Die Förderung ist auf maximal 1000 Euro begrenzt.

Alles auf einen Blick

Alle Informationen zur Klimaförderung sowie die Richtlinien und Antragsformulare sind auf der Internetseite der Stadt unter der Rubrik „Klima“ veröffentlicht. Dort sind auch die Ansprechpartner in der Verwaltung gelistet. Ein bequemer Weg zur Kontaktaufnahme ist eine E-Mail an die Adresse klimafoerderung@bergkamen.de

Wofür genau ist der Zuschuss bestimmt?


Bezahlen darf man mit dem Geld alle anfallenden Planungs-, Material-, und Baukosten, die im direkten Zusammenhang mit der Entsiegelung und der Begrünung stehen. Zudem die Entsorgungskosten des alten Bodenbelags und die Herstellung einer teilversiegelten Fläche (zum Beispiel durch Rasengittersteine), solange die Teilversiegelung nicht mehr als die Hälfte der gesamten entsiegelten Fläche beträgt. Wer selbst Hand anlegt, kann auch die Miete von Geräten so bestreiten.

Wie groß ist der Topf, bekommt jeder etwas?


Im Etat stehen 15 000 Euro für dieses Jahr 2022 zur Verfügung. Rechnerisch können also mindestens 15 Gärten bezuschusst werden.

Stichwort: Gründach. Was ist da möglich?


Dafür werden ebenfalls sofort Anträge angenommen, es sind gleichfalls 15 000 Euro dieses und nächstes Jahr verfügbar. Es wird die Dachbegrünung bei geeigneten Wohn- und Gewerbebauten, Garagen und Carports gefördert, einschließlich Entwurf und Planung.

Was wäre der erste Schritt?

Ob das eigene Dach geeignet ist, zeigt zunächst das Gründachkataster. Auf www.bergkamen.de ist es verlinkt in der Rubrik „Klimaförderung und Gründach“.

Wofür ist das Geld hier bestimmt?


Förderfähig sind sowohl Extensiv- als auch Intensivbegrünungen. Also Gründächer, die sich weitgehend selbst erhalten und wenig Aufwand bedeuten, wie auch solche mit einem gewissen Pflegeaufwand. Gefördert werden grundsätzlich alle Kosten, die im Zusammenhang mit der Maßnahme ab Oberkante Dachabdichtung entstehen: Aufbau der Vegetationsschicht, Wurzelschutzbahn, Schutzvlies, Filtermatte, Drainschicht, Substrat, Ansaat oder Pflanzen.

Ein Dach ist teuer. Wie viel gibt’s denn dazu?


Die Höchstsumme liegt auch hier bei 1000 Euro. Es wird aber keine Eigenleistung bezuschusst, sondern nur, was qualifizierte Firmen bauen.

Dach und Garten, geht das auch? Was ist sonst noch zu beachten?


Die Förderung ist kombinierbar, das bedarf zweier Anträge. Es gibt pro Maßnahme aber nur einmal Geld. Und: Erst den Antrag stellen, bevor mit dem Bau begonnen wird. Es zählt die Reihenfolge der Eingänge, bewilligt wird, bis die Mittel ausgeschöpft sind. Anträge für 2023 sind aber auch schon möglich.

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