Kitas im eingeschränkten Pandemiebetrieb

Nur noch 41 Prozent der Kinder aktuell in der Betreuung

Aussenansicht Kita Funkelstein
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In der Kita Funkelstein gab es in der vergangenen Woche Coronafälle.

Bergkamen – Die Kindertagesstätten im Kreis Unna befinden sich aktuell im eingeschränkten Pandemiebetrieb, bleiben aber grundsätzlich geöffnet. Ob die Eltern ihre Kinder weiter in die Kitas schicken oder nicht, liegt in ihrer Entscheidung. Derzeit werden in Bergkamen nur 41 Prozent der Kinder in Kitas betreut.

Der Kreis hat die aktuellen Belegungszahlen am Montagmittag zusammengetragen. Demnach hatten die Bergkamener Kitas insgesamt eine durchschnittliche Belegungsquote von 41 Prozent. „Darunter gibt es Kitas, die aktuell nur zu 15 Prozent belegt sind, und andere, die noch eine Belegung von 53 Prozent haben“, erläutert die Beigeordnete der Stadt Bergkamen, Christine Busch.

Viele Eltern seien bereits dem dringenden Aufruf der Verwaltung gefolgt, ihre Kinder zu Hause zu betreuen und alternative Betreuungsmöglichkeiten zu organisieren, wo es möglich ist. „Einigen Eltern war die Umstellung in der Kürze der Zeit nicht möglich“, sagt Christine Busch. Sie hofft, dass sich die Zahlen in den kommenden Tagen noch weiter nach unten bewegen.

Warten, ob die Notbetreuung kommt

Zuletzt war es in Kitas im Kreis immer wieder zu Infektionsgeschehen gekommen, sodass der Kreis die Schließung der Einrichtungen mit einer Notbetreuung verfügen wollte, das Land hat dieser Regelung nicht zugestimmt. „In der Notbetreuung können Eltern, die in systemrelevanten Berufen tätig sind oder einen Angehörigen pflegen, ihre Kinder in der Kita betreuen lassen. Sie müssen die Notwendigkeit allerdings nachweisen“, erläutert Busch. „Ob die Notbetreuung künftig kommen und wie sie geregelt sein wird, das steht noch in den Sternen. Das wird sich konzentrieren auf das Bundesgesetz, das derzeit in der Beratung ist. Da warten wir darauf, was der Gesetzgeber macht.“

Aktuell sind kreisweit 15 Kindertagesstätten in sechs Kommunen von Corona-Fällen betroffen. In Bergkamen sind insgesamt zehn Gruppen von Quarantänemaßnahmen aufgrund positiver Tests betroffen: in den Awo-Kitas Funkelstein und Springmäuse, in der Kita Mikado und der katholischen Kita Sankt. Elisabeth. „Es sind auch noch viele Testergebnisse offen von Nachtestungen nach positiven Ergebnissen. Das müssen wir noch abwarten“, so Busch.

Starke Dynamik in den Zahlen

Die Awo Ruhr-Lippe-Ems als Träger der Kitas Traumland und Sonnenblume in Rünthe sowie sechs weiterer Kitas in Bergkamen, kann keine Zahlen zur aktuellen Betreuungssituation vor Ort nennen. „Da ist zurzeit eine solche Dynamik drin, dass sich die Zahlen jeden Tag verändern“, so eine Sprecherin. Die Eltern hatten nur wenig Zeit seit Samstagnachmittag, eine Betreuung für ihre Kinder zum Wochenstart zu organisieren. Deshalb müssten die Mitarbeiter in den Awo-Kitas jeden Tag schauen, wie viele Kinder tatsächlich kommen. „Zudem gilt diese Regelung zunächst nur bis zum kommenden Montag, dann wird erneut entschieden, wie es in den Kitas weitergehen soll.“

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