Kita "mittendrin" feiert neuen Spielplatz

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Die Kinder nutzten die Gelegenheit und tobten sich auf dem neu gestalteten Spielplatz der Kita „mittendrin“ aus. Die Fertigstellung des Platzes wurde mit einem Fest und einem anschließenden Rockkonzert ausgiebig gefeiert.

Bergkamen - Im Bergkamener Familienzentrum „mittendrin“ wurden am vergangenen Wochenende nicht ein oder zwei, sondern gleich drei Anlässe auf einmal gefeiert: Zum traditionellen Sommerfest mit nahtlosem Übergang in die Open-Air-Veranstaltung „Rock im Kindergarten" kam in diesem Jahr eine große Einweihungsparty für den (fast) fertigen Spielplatz dazu.

„Es ist kaum zu glauben, dass hier vor einem Jahr nichts als Wiese bis an die Grundstücksgrenze war“, resümierte Einrichtungsleiter Bernd Bronheim mit Blick auf das nagelneue Spieleparadies. Am Samstag turnten dort zu Hochzeiten noch mehr begeisterte Kinder als sonst über Sandkästen, Schaukeln und Rutschen. Aber nicht nur die Kinder hätten nachhaltig von dem Projekt profitiert, so Bronheim. „Auch die Eltern hat es ganz eng zusammengeschweißt, tagelang gemeinsam dafür zu schuften, diesen Traum Wirklichkeit werden zu lassen.“ 

Die Kita „mittendrin“ wurde am Samstag beim Fest ein Ort der Begegnung für alle Generationen.

Mit viel ehrenamtlichem Fleiß und nur einem professionellen Aufseher habe die komplette Umgestaltung – von Sonnensegel, Matschbereich und Holzbrücke bis hin zum U3-Bereich – statt 98.000 Euro (ohne Pflanzen) „nur“ 30.000 Euro gekostet. „Über die ‚Ideenwerkstatt Lebens(t)raum haben wir außerdem viel Material gespendet oder vergünstigt bekommen. Das hat am Ende eine Menge ausgemacht“, erzählte Bernd Bronheim dankbar. Fertig ist der Abenteuerspielplatz allerdings noch nicht. 

Kita-Garten rundum erneuert

Was noch zur Perfektion fehlt, sind ein weiterer Hügel, ein Kriechtunnel, eine Kletterecke und ein Niedrigseilgarten. „Abgesehen davon wollen wir die vorhandene Rutsche ein Stück versetzen, damit sie nicht mehr in der prallen Sonne steht“, erläuterte Bronheim seine Pläne. Über ein neues Baumhaus ließe sich dann diskutieren, „sobald uns wieder das entsprechende Budget zur Verfügung steht.“ Ein Anfang dürfte mit dem vergangenen Wochenende bereits gemacht sein. 

Dank strahlend blauem Himmel und vielleicht auch ein wenig dank Deutschlands vorzeitigem Fußball-WM-Aus war das Sommerfest so gut besucht wie noch nie. Besucherin Yvonne Zänker kennt das Gelände vom Familienzentrum „mittendrin“ noch aus ihrer eigenen Kindheit. Sie staunte am Samstag nicht schlecht über die Rundum-Erneuerung im Außenbereich der Kita: „Es war früher schon schön, aber heute ist es einfach toll. Vor allem diese ganzen Naturmaterialien gefallen mir sehr“, schwärmte die Mutter. Ihr einjähriger Sohn Marc-André schien das ganz ähnlich zu sehen. Auf noch leicht wackligen Beinen erkundete er abenteuerlustig die Umgebung. Auch Kindergarten-Vater Nils Nachrichter erinnerte sich am Samstag wieder ganz genau an seinen eigenen Baustellen-Einsatz vor Ort, während seine Tochter Romy (4) im Sandkasten spielte. „Mir hat es vor ein paar Monaten Spaß gemacht, alles aufzubauen und jetzt hat mein Kind Spaß dabei, hier herumzutoben. Das ist doch die beste Belohnung.“ 

Sanfte Klänge zur Einstimmung 

Für den kleinen Hunger und ausgetobte Kinder gab es am Samstag Grillwürstchen, Waffeln, Kuchen oder Döner. Durstlöscher wurden zum Beispiel an der Cocktailbar ausgeschenkt – entweder mit oder ohne Alkohol. Auf die Ohren gab es am Nachmittag (sozusagen als kleine musikalische Einstimmung) zunächst die sanften Klänge von „Simply Acoustic Groove“. Pfarrer Reinhard Chudaska unterstützte die Band sogar als Gastspieler auf der Gitarre. 

Etwas rockiger wurde es zu späterer Stunde mit der Cover-Band „Amiris“. Mit einem vierstündigen Set aus Rocksongs der vergangenen Jahrzehnte beendeten die Musiker das Sommerfest und läuteten den „Rock im Kindergarten“ offiziell ein. „Wir sind von Anfang an dabei und kommen immer wieder gerne. Uns erwartet hier immer ein ganz besonderes Publikum“, sagte Bassist Ansgar Kleff. Ursprünglich sei der Kontakt über den Gitarristen der Band Christian Bültmann zustande gekommen, „denn er hatte seine Kinder damals hier im Kindergarten“, so Kleff. Heute ist das achtköpfige Ensemble von „Amiris“ ein fester Bestandteil der Veranstaltung. Und wenn es nach ihnen gehe, solle das auch noch lange so bleiben, verriet die Keyboarderin Iris Buchbinder.

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