Viele auf den Weg gebracht:

Kinder- und Jugendbüro Bergkamen feiert 25-jähriges Bestehen

Graffiti-Aktion am Jugendzentrum Yellowstone in Bergkamen
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Auch nach 25 Jahren werden die Mitglieder des KiJuB nicht müde, sich neue Aktionen für die Kinder und Jugendlichen einfallen zu lassen. In den Sommerferien sind etwa weitere Graffiti-Kurse geplant.

Vor 25 Jahren wurde das Kinder- und Jugendbüro (KiJuB) in Bergkamen ins Leben gerufen. Die große Feierstunde zum silbernen Jubiläum blieb am Freitag vor dem Hintergrund der Pandemie natürlich aus. Als „kleinen“ Ersatz stellte die Mannschaft der erzieherischen Jugendhilfe und Prävention um Sachgebietsleiter Christian Scharwey die neue Webpräsenz des KiJuB vor.

Bergkamen - Gelungen sei die, professionell und auch mit einer schönen Farbe, nämlich Türkis, unterlegt, lobte Dezernentin Christine Busch. Der Inhalt sei sehr informativ und umfangreich. Den erklärte in der Folge Teammitglied Arne Vogt. Er gab einen Überblick über das Angebot. Die Seite ist klar strukturiert, interessierte Kinder und Jugendliche finden in getrennten Zweigen zu verschiedenen Themenbereichen sofort einen Ansprechpartner, den sie über ein Formular online kontaktieren können. Mit Blick auf das fast ausgebuchte Sommerferienprogramm ist die KiJuB-Seite mit dieser verlinkt.

„Wir haben uns damals Gedanken über Möglichkeiten einer Beteiligung von Kindern und Jugendlichen am städtischen Leben gemacht“, blickte Christine Busch zurück. „Jetzt muss ich zugeben, dass es mir schwerfällt, neue Formate zu entwickeln, weil das KiJuB schon viel auf den Weg gebracht hat.“

Treffpunkte für Jugendliche

Wichtig für Jugendliche seien Räume, wo sie sich treffen könnten, betonte Imke Vogt. Das habe sich in den 25 Jahren nicht geändert. Für Cliquen errichtete das Jugendamt im Laufe der Jahre drei Unterstände. „Der erste im Umfeld der Eishalle in Weddinghofen“, erinnerte Ludger Kortendiek. Der Mit-Initiator des KiJuB betonte, dass es eine „Win-Win“-Situation gewesen sei. Die Anwohner bekamen so Ruhe, die Jugendlichen einen Standort, wo sie unbeobachtet für sich sein konnten.

Ludger Kortendiek verwies darauf, dass die Jugendlichen ein angedachtes Kinder- und Jugendparlament gar nicht wollten. Projekte wie der Soundclub mit Disko und Konzerten seien auf Klausurtagungen entwickelt worden. „Heute ist das KiJuB aber viel professioneller aufgebaut“, betonte er. Das Büro kümmert sich nicht nur um Veranstaltungen, sondern auch um die Rechte der Kinder- und Jugendlichen.

Mitsprache biete das städtische Jugendamt zum Beispiel über den Spielplatztest: „Es sind bisher 144 Bögen mit Verbesserungsvorschlägen eingegangen“, wertete Christine Busch das als Erfolg. Die Aktion laufe weiter, betonten die KiJuB-Mitarbeiter. Der Vorschlagbögen solle demnächst online gestellt werden.

„Magische Orte“ in der Stadt

„Ein Kinderrat muss sich entwickeln“, erklärte Christian Scharwey ein weiteres Projekt. In den Sommerferien sollen Acht- bis Zwölfjährige zu sogenannten KiJuB-Scouts ausgebildet werden, die sich um die Belange der Gleichaltrigen kümmern und sie gegenüber den Älteren vertreten können.

Die neue Webpräsenz des Bergkamener Kinder- und Jugendbüros beinhaltet zudem einen Kinderstadtplan mit Anlaufstellen und Spielplätzen. Dort werden künftig auch „magische Orte“ eingezeichnet. Die Mädchen und Jungen könnten kleine Knetmonster fertigen und sie an ihren Lieblingsorten verstecken. Die GPS-Daten würden anschließend im Kinderstadtplan festgehalten, sodass andere Kinder eine Art Schnitzeljagd machen könnten, erklärte Imke Vogt.

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