Sexualisierte Gewalt ist Thema an der Ketteler-Grundschule

Kinder sollen lernen, Nein zu sagen

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Schauspieler der theaterpädagogischen Werkstatt aus Osnabrück waren zu Gast in der Ketteler-Grundschule.

Rünthe – Um „Ja und Nein-Gefühle“ ging es am Montag n den dritten und vierten Klassen der Freiherr-von-Ketteler-Schule in Rünthe. Im Rahmen des Projektes „Mein Körper gehört mir“ gastierten die Schauspieler Anna Hauke und Andreas Gilles von der theaterpädagogischen Werkstatt aus Osnabrück zum zweiten Mal im Filmraum der Grundschule, um den Schülern Selbstvertrauen in schwierigen Momenten zu vermitteln.

„Kinder, die wissen, wie sie sich in unsicheren Situationen verhalten können, gehen gestärkt durchs Leben“, lautet das Lernziel. Mit ihrem Programm wollen die Schauspieler den Mädchen und Jungen praktische Hilfen für den Fall an die Hand geben, dass jemand ihre körperlichen Grenzen überschreitet und sie Gefahr laufen, Opfer sexueller Gewalt zu werden. Die Dritt- und Viertklässler beziehen Anna Hauke und Andreas Gilles unter anderem mit Liedern in das „lebhafte Gespräch“ ein, wie es die Theaterleute nennen. „Wenn du ein Nein-Gefühl hast, geh’ zu jemandem und erzähl ihm davon!“ 

So lautet die wichtigste Botschaft der Theaterpädagogen, die in der nächsten Woche noch einmal nach Rünthe kommen, um das Projekt in den vier Klassen abzuschließen. Die Kinder nehmen am Ende nicht nur Gefühle und Geschichten mit nach Hause, sondern auch eine Telefonnummer, unter der sie Menschen erreichen, die ihnen weiterhelfen können. An den Projekttagen wird das Thema „Mein Körper gehört mir“ nach dem jeweils eine Schulstunde dauernden Programm auch noch von den Klassenlehrerinnen Margret Gieseler (3a), Sabine Ohlendorf (3b), Ulrike Heinzel (4a) und Patricia Eickmann (4 b) aufgearbeitet. 

Das Projekt hatte der Förderverein der Grundschule initiiert und hat es jetzt auch finanziert. So war es der Grundschule auch möglich, vorab alle Eltern der Dritt- und Viertklässler zu einem Informationsabend einzuladen. Die Theaterpädagogen stellten dort bereits den kompletten Ablauf des dreiteiligen Projektes vor. „Leider war die Resonanz nicht so gut“, bedauert Schulleiterin Heike Prochnow. „Das ist sehr schade. Es wäre natürlich besser, wenn alle Eltern für das sensibilisiert sind, über das die Kinder untereinander sprechen und worüber sie mit ihren Müter und Vätern sprechen wollen“, betont die Rektorin.

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