Katholische Heilig-Geist-Gemeinde

Sternsinger blieben wegen Corona zu Hause – Bergkamener spendeten trotzdem

Von Haus zu Haus konnten die Sternsinger in diesem Jahr nicht ziehen. Dennoch kam in Bergkamen eine ordentliche Spendensumme zusammen.
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Von Haus zu Haus konnten die Sternsinger in diesem Jahr nicht ziehen. Dennoch kam in Bergkamen eine ordentliche Spendensumme zusammen.

Die Corona-Pandemie hat verhindert, dass die Sternsinger zu Jahresbeginn von Haus zu Haus ziehen, den Segen bringen und Spenden für das Kindermissionswerk sammeln konnten. Das Spendenkonto in der Heilig-Geist-Gemeinde in Bergkamen füllte sich dennoch: Rund 10.000 Euro sind schon eingegangen.

Bergkamen – Die Krone auf dem Kopf, den Mantel umgebunden und die Spendendose in der Hand: So ziehen jedes Jahr rund um den Drei-Königs-Tag Kinder durch die Stadt, um den Menschen Segen zu bringen und für das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ zu sammeln. Anfang dieses Jahres mussten die Königskostüme und Sammelbüchsen aufgrund der Corona-Pandemie allerdings im Schrank, die engagierten Mädchen und Jungen zu Hause bleiben.

Dennoch haben viele Bergkamener die Aktion für notleidende Kinder in aller Welt unterstützt, wie Gemeindereferent Markus Brinkmann von der katholischen Kirche in Bergkamen berichtet. „Ich habe nicht damit gerechnet, dass so viel Geld zusammenkommt“, freut er sich über rund 10.000 Euro, die auf dem Spendenkonto beziehungsweise im Gemeindebüro angekommen sind. Das ist zwar nur etwa die Hälfte der sonst üblichen Spendensumme, aber doch deutlich mehr, als die Organisatoren erwartet haben.

Den Segen gab‘s als Aufkleber im Pfarrbrief

„Die Kinder konnten nicht von Haus zu Haus gehen, davon lebt die Aktion ja eigentlich“, sagt Markus Brinkmann. Viele, die die eifrigen jungen Christen durch die Straßen ziehen sehen, zückten spontan das Portemonnaie, um zwei, drei Euro in die Sammeldosen fallen zu lassen, erzählt der Gemeindereferent. „Und manche rufen den Sternsingern dann auch zu, dass sie doch auch zu ihnen kommen sollen“, weiß er. Diese Gelder sind nun natürlich ausgeblieben. Dafür haben etliche Bergkamener einen Betrag überweisen oder über die Spendenseite im Internet die Aktion unterstützt. „Und einige Kuverts mit Geld sind auch im Briefkasten des Pfarrbüros gelandet“, berichtet Brinkmann.

Und auf den Segen „Christus Mansionem Benedicat“ („Christus segne dieses Haus“), der – abgekürzt mit „C + M + B“ – normalerweise von den kleinen Königen an die Haustür der Spendenden angebracht wird, mussten die Bergkamener auch nicht verzichten. Den gab es als Aufkleber im Pfarrbrief der Gemeinde für die Katholiken. „Darüber haben sich viele sehr gefreut“, unterstreicht Markus Brinkmann.

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