Blitzüberfällen in Bergkamen, Lünen und Dortmund

Grausen nach Discounter-Überfall: Kassiererinnen schildern Furcht

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Symbolbild.

Bergkamen/Dortmund – Mehr als ein halbes Dutzend Frauen nahmen am Mittwoch nacheinander im Zeugenstand des Dortmunder Landgerichts Platz – sie alle sind Opfer der beiden Männer, die innerhalb weniger Wochen vier Lebensmitteldiscounter in Bergkamen, Lünen und Dortmund überfallen hatten.

Alle Kassiererinnen haben die Blitzüberfälle der beiden vermummten und mit einer Gaspistole bewaffneten Serienräuber noch fest eingebrannt im Gedächtnis, verarbeitet hat die Tat jedes der Opfer auf unterschiedliche Weise. 

Während eine überfallene Kassiererin direkt am übernächsten Tag nach der Tat wieder hinter der Kasse sass, war eine Kollegin in Bergkamen fünf Monate lang krank geschrieben. „Ich hatte wahnsinnige Angst“, beschrieb die Zeugin ihre Begegnung mit dem bewaffneten und mit einer Sturmhaube verhüllten Unbekannten am 4. Oktober 2017 im Bergkamener Netto-Markt an der Schulstraße. 

Aggressiver Mann drückt Frau Pistole in die Seite

Der Mann sei total aggressiv gewesen, habe ihr mit Wucht eine für echt gehaltene Pistole in die Seite gedrückt und Geld gefordert: „Der war furchtbar gierig auf das Geld, griff mit beiden Händen in die Kassenlade“, erinnerte sich das Raubopfer noch mit Grausen an den Blitzüberfall. 

Ihre Kollegin von der Nachbarkasse zitterte am ganzen Körper, als sie von dem Erlebten berichtete, brach im Zeugenstand am Mittwoch in Tränen aus. Beide geständige Angeklagte erhoben sich nach den Aussagen der Frauen von ihren Sitzen und entschuldigten sich förmlich bei ihren Opfern. 

Der Prozess wird fortgesetzt.

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