Ostenhellweg bis Jahresende Nadelöhr

Umleitung, Stau, Geduldsprobe: Rünthe von Straßenbautrupps umringt

+
Hier ist Richtung Osten Schluss, nur der Friedhof und Forellenhof noch erreichbar. Über den Hellweg wird der Verkehr umgeleitet.

Rünthe - Wohin der Rünther auch blickt dieser Tage: Baumaschinen und Männer in grellorangener Arbeitskluft fast überall.

Zum Sommer 2020 haben sich die Straßenbauer scheinbar hier zur Reparatur verabredet. Einzig auf der Werner Straße gen Süden und auf dem Westenhellweg steht auf den großen Achsen nichts und niemand im Weg. Neuerdings geht es auch zur Auffahrt der Autobahn 1 nur über Umwege.

Ankündigungsgemäß hat Straßen Straßen.NRW damit begonnen, auf dem Ostenhellweg, oder Landstraße 736, die Brücke über den Datteln-Hamm-Kanal auf Vordermann zu bringen. Wer gen Osten fahren will, kommt bis zum Friedhof/Forellenhof beziehungsweise wird über den Hellweg geführt, weil die Fahrtrichtung A 1/Hamm gesperrt ist. Einspurig wird der Verkehr hier in einer Einbahnstraße gen Westen durch die Baustelle geleitet. „Das wird wohl bis Weihnachten so bleiben“, erklärt Thomas Wallenstein, der für den Landesbetrieb die Arbeiten überwacht.

Der Zahn der Zeit habe an dem Bauwerk aus den 1970er kräftig genagt. Deshalb müssen nicht nur die Fahrbahnübergänge, sozusagen die Dehnungsfugen zwischen Straße und dem Bauwerk über der Wasserstraße, erneuert werden. Im mittigen Stoß der beiden Brückenteile hat neben dem kleineren Übergang auch das darunter liegende Gelenk gelitten und muss gegen Korrosion geschützt werden. Weil die Überdeckungen am beweglichen Fahrbahnübergang nicht wasserdicht sind, hat der Niederschlag über Jahrzehnte auf der Unterseite hässliche Spuren hinterlassen. Der Rostfraß muss behoben werden. Außerdem ist unterhalb noch die Entwässungsleitung fällig.

All das soll unter halbseitigen Sperrung des Abschnitts erledigt werden. Gerade wird die Nordseite bearbeitet, danach gewechselt. Die Kosten sind mit 700 000 Euro veranschlagt. Eine Vollsperrung sei nicht erforderlich, so der Bauleiter. Das Nadelöhr solle zudem beseitigt sein, bevor beim Neubau der Lippebrücke nach Werne gleich um die Ecke die nächste Sperrung und weiträumige Umleitung über die L736 ansteht.

Derweil ist der Bautrupp des Kreises auf der 16 nach Reparatur der Industriestraße in Rünthe zur Fritz-Husemann-Straße weiter gezogen. Auf der Achse stadteinwärts wird bis August erneuert, was marode ist. Aktuell bedeutet das Einbahnverkehr aus der Mitte heraus – und Stau auf der Werner Straße. Übrigens: Wer via Rünthe dieser Tage zur A 1 und an der Anschussstelle Hamm/Bergkamen in Fahrtrichtung Süden/Köln will, nimmt besser gleich eine andere Auffahrt. Denn die Anschlussstelle zwischen Rünthe und Sandbochum ist seit Wochenbeginn zwecks Reparatur für drei Wochen gesperrt. Im Anschluss wird die Auf- und Abfahrt nach/von Norden saniert.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare