Initiative des Integrationsrates

Kampf gegen Mobbing an Schulen: Pilotprojekt an zwei Bergkamener Schulen

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Gegen Mobbing an Schulen richtet sich ein Projekt des Bergkamener Integrationsrates

An zwei Bergkamener Schulen soll bald ein Pilotprojekt gegen Mobbing an Schulen starten. Federführend ist der Integrationsrat der Stadt.

Bergkamen – Voll durchgestartet ist Hevidar Yildirim. Das machte die Integrationsmanagerin der Stadt Bergkamen am Dienstagabend deutlich. Erst seit Juni im Amt stellte sie den Mitgliedern des Integrationsausschusses zunächst sich selbst und dann die Projekte vor, in denen sie federführend mitarbeitet.

So steht die offizielle Gründung des Jugendportals „Bergkamen for all“ an. Yildirim arbeitet in der Steuerungsgruppe mit. Ferner trommelte die Sozialarbeiterin in kurzer Zeit Teilnehmer für die bundesweite Aktion „Interkulturelle Woche“ zusammen. Das Jugendportal, die Awo, viele Vereine und die Stadtbücherei haben ihre Teilnahme für den 28. September zugesagt. „2017 hat Bergkamen zuletzt teilgenommen“, erklärte sie. Am Donnerstag um 17 Uhr findet eine weitere Vorbesprechung statt, an der interessierte Vereine online teilnehmen können. Den Link stellt sie auf Anfrage zur Verfügung.

Nicht nur Schüler mit Migrationshintergrund betroffen

Yildirim und der Integrationsratsvorsitzende Zeckeriya Kalabalik erklärten dem Gremium auch ihr Pilotprojekt gegen Mobbing in Schulen. Zunächst wolle man am Städtischen Gymnasium (sechste Klasse) und an der Gerhardt-Hauptmann-Grundschule (dritte und vierte Klasse) aktiv werden.

Zekeriya Kalabalik, Vorsitzender des Integrationsrates, und Hevidar Yildirim gehen gegen Mobbing vor.

Die beiden Schulen seien ausgesucht worden, weil maßgebliche Figuren der Schulen auch in der Steuerungsgruppe „Bergkamen for all“ tätig sind, erklärte Kalabalik. Das Problem Mobbing sei so vielschichtig wie die Betroffenen. „Es betrifft nicht nur Schüler mit Migrationshintergrund. Das ist klar“, erklärte Kalabalik. Der Ausschuss habe aber nun einmal die Funktion, diese Klientel zu vertreten.

Impfkampagne als weiteres Projekt

Der genaue Inhalt des Pilotprojekts soll noch entwickelt werden, eventuell gemeinsam mit dem Kinderschutzbund, ergänzte Yildirim. Zunächst gelte es durch Gespräche, die aktuelle Lage in Bezug auf Mobbing an den Schulen und im Umfeld zu erkunden. „80 Prozent von Mobbing findet außerhalb der Schulen statt. Da fühlt sich dann keiner zuständig“, beklagte die stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses Leyla Azimi.

Mit ihr arbeitet Yildirim auch eng zusammen, was die Erhöhung der Impfquote gegen Covid-19 betrifft. „Wir wollen Menschen aufklären, durch Vorträge von Referenten aus dem Gesundheitswesen“, sagt die Integrationsmanagerin. Zum Beispiel für iranische und afghanische Besucher der Sprachkurse im Pestalozzihaus in ihrer Muttersprache oder auch in einfacher, deutscher Sprache im Rathaussaal. „Das Angebot ist offen, auch für Deutsche. Vielleicht können wir auch Impfgegner oder solche, die Angst haben, durch Aufklärung überzeugen“, hofft Yildirim.

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