Streetwork-Projekt

Jugendliche machen die Bergkamener Geschichte erlebbar

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Jugendkunstschule und Streetwork laden zum Projekt ein (v.l.): Gereon Kleinhubbert, Imke und Arne Vogt. 

Bergkamen - Jugendkunstschule und Streetwork Bergkamen laden erneut zu einem gemeinsamen Projekt ein. Das Projekt „ZeitenWanderer“ soll Jugendliche auf eine Zeitreise durch die Geschichte ihrer Heimatstadt führen. Dabei sollen geschichtliche Wendepunkte zu Wegmarken auf einer realen Wanderung werden.

Im Mittelpunkt des Projektes steht die Auseinandersetzung der beteiligten Jugendlichen mit der räumlichen Umgebung, die für sie neues, aber auch altes, langfristiges oder aber auch zeitlich begrenztes zu Hause ist. Im Rahmen des Demokratiejahres 2019 sollen vor allem Schlaglichter auf die Demokratiegeschichte der Stadt gelegt werden. 

Das Projekt, das die Streetworker Imke und Arne Vogt zusammen mit Gereon Kleinhubbert von der Jugendkunstschule am Dienstag vorstellten, soll in verschiedenen Phasen ablaufen. Durch die Recherche in Archiven, Bibliotheken, Museen und durch Zeitzeugenberichte sollen die Teilnehmer Einzelheiten aus der Stadtgeschichte erfahren, die sie in den zeitgeschichtlichen Kontext stellen. Herausgehoben werden sollen hieraus „Demokratie“-relevante Ereignisse und ihre historischen Örtlichkeiten.

Wissenswertes über die Stadt 

Fragestellungen dabei könnten sein: Welche Orte haben einen besonderen historischen Wert? Was passierte an Wendemarken der Weltgeschichte? Welche Orte haben eine besondere Demokratietradition? Diese Fragestellungen bilden die Grundlage für eine künftige Route durch Bergkamen, die von den Teilnehmer jugendgerecht aufgearbeitet wird. Dazu können Videosequenzen, Techniken des Geocaching, Rollenspielelemente sowie Escape-Game-Rätsel von den Projektteilnehmern zu einer Stadtspiel-Story verwoben und später von anderen Jugendlichen bespielt werden. „Vorstellbar ist es, das sich dann Schulklassen auf den Weg machen, um spielerisch mehr über die Geschichte der Stadt zu erfahren“, sagt Kleinhubbert. 

Mit dem Wanderwagen unterwegs 

Ein zentrales Element des Projektes ist die Konstruktion, Gestaltung und der Bau eines “Wanderwagens”. Dieses Vehikel beinhaltet später Rätsel und Ausrüstung, die für die Absolvierung der Route benötigt werden. Der Wanderwagen soll eine Art Bollerwagen sein, der im Idealfall von vier bis fünf Personen gleichzeitig gezogen werden kann. Auf dem Wagen befindet sich ein kastenartiger modularer Aufbau mit Türen, Schubladen und Geheimfächern auf allen Seiten. Der Aufbau soll später zudem die technische Ausrüstung beherbergen. Für die Gestaltung und den Bau des Wanderwagens werden Experten des TÜV Nord hinzugezogen, die die Jugendlichen beim Bau fachspezifisch anleiten.

 Die inhaltliche und pädagogische Begleitung erfolgt durch das Streetwork-Team Bergkamen. Zum Projektstart am Mittwoch, 7. November, um 16 Uhr in der Streetwork-Anlaufstelle am Stadion sind alle Interessenten ab dem 15. Lebensjahr eingeladen. Wie das Projekt dann umgesetzt wird, entscheiden die Jugendlichen. „Wir wollen keine aufgesetzte Reise durch die Demokratie entwickeln, sondern viel Raum für die Entwicklung der Ideen der Teilnehmer lassen“, stellt Arne Vogt klar.

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