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Junge Franzosen starten Europa-Radtour in Bergkamen

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Von: Christoph Volkmer

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Französische Jugendliche starten in Bergkamen zu ihrer „Europa-Radtour“
Bürgermeister Bernd Schäfer gab den „Startschuss“ zur Europa-Radtour, die er als Beitrag zum Thema Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Solidarität bezeichnete. © Volkmer

Das Coronavirus hat seit fast eineinhalb Jahren nahezu alle Aktivitäten im Städtepartnerschaftsbereich stark eingeschränkt. Am Mittwoch fand nach langer Zeit wieder die erste physische Begegnung mit Gästen aus der französischen Partnerstadt Gennevilliers statt.

Bergkamen - Passenderweise vom Platz der Partnerstädte aus startete am Vormittag eine von den französischen Freunden geplante Radtour, die unter dem Motto „Europa“ mit seinen unterschiedlichen Herausforderungen wie Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Solidarität durchgeführt wird. „Eine Gruppe von insgesamt 16 Jugendlichen aus der französischen Partnerstadt nimmt an der Aktion teil und teilt sich die Strecke in drei Etappen auf“, berichtete die Städtepartnerschaftsbeauftragte Angelika Joormann-Luft vom Bereich Zentrale Dienste.

Jede der drei Gruppen soll täglich etwa 50 Kilometer zurücklegen, bis dann voraussichtlich Mitte August nach 2047 Kilometern die Kleinstadt La Bañeza im Norden Spaniens, gleichzeitig Partnerstadt von Gennevilliers, erreicht wird. „Bei der Planung war schnell klar, dass die europäischen Partnerstädte als Ankerpunkte auf der Route mit einbezogen werden“, sagte Joormann-Luft. Die am Mittwoch in Bergkamen gestarteten Jugendlichen werden in den nächsten zwei Wochen von Deutschland über Belgien bis nach Paris radeln und dort den „Staffelstab“ an die zweite Gruppe übergeben. „Die Tour ist ein wichtiges Zeichen, um auf die Herausforderungen unseres heutigen Europas aufmerksam zu machen“, gab Bürgermeister Bernd Schäfer den Franzosen in ihrer Landessprache mit auf den Weg.

Begleitet werden die radfahrenden Jugendlichen von der in Gennevilliers für Jugendpolitik zuständigen Beigeordneten Alexandra D’Alcantara sowie dem Stadtratsmitglied Céline Lanoiselée, die den Bereich Städtepartnerschaften und internationale Zusammenarbeit repräsentiert, sowie von Betreuern und Mitarbeitern aus dem Jugend- sowie Städtepartnerschaftsbereich der Stadt.

Coronabedingte Zwangspause beim Schüleraustausch

Auch D’Alcantara bezeichnete die Tour als ein wichtiges Zeichen für Solidarität und lobte überdies die langjährige Partnerschaft mit der Nordbergstadt. So seien in der Vergangenheit bereits viele Projekte mit Jugendlichen erfolgreich umgesetzt worden. Sie verband ihre kurze Ansprache mit einer Einladung: „Ich freue mich, wenn wir uns im November beim Weinmarkt in Gennevilliers wiedersehen.“

Wann der Schüleraustausch zwischen den Bergkamener Schulen nach der coronabedingten Zwangspause wieder anlaufen wird, ist indes noch ungewiss. Thomas Hartl, Amtsleiter des Bereichs Zentrale Dienste, ist regelmäßig in Kontakt zu den Lehrern. „Die haben aber in den vergangenen Monaten genug damit zu tun gehabt, den Schulbetrieb aufrecht zu erhalten. Wir werden aber sicher wieder loslegen, sobald die Corona-Situation dies zulässt“, erklärte Hartl.

Bekanntlich hat die Willy-Brandt-Gesamtschule regelmäßig einen Austausch mit Silifke in der Türkei durchgeführt, während sich Gruppen des Städtischen Gymnasiums mit Schülern aus dem polnischen Wieliczka getroffen haben. Der Austausch mit französischen Schülern sei in den vergangenen Jahren etwas eingeschlafen, teilte Hartl mit. Doch auch dafür gebe es Signale von der zuständigen Fachschaft der Gesamtschule, diesen Austausch künftig wieder neu zu beleben.

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