Familie aus Rünthe

Jubel über den Pokalsieg: Wie der Schwiegervater von Edin Terzic beim Finale mitfieberte

Trainer Edin Terzic hat seinen Vertrag beim BVB schon verlängert.
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Edin Terzic jubelt über den Pokalsieg mit Borussia Dortmund.

Während der Schwiegersohn im Berliner Olympiastadion den BVB zum Pokalsieg coachte, saß Klaus Wölm zu Hause in Rünthe auf der Couch. Die ganze Familie fieberte mit den Schwarzgelben mit.

Rünthe – Es sei eben Corona mit all seinen Beschränkungen. „Normalerweise hätten wir das Finale gemeinsam mit der gesamten Familie geguckt“, sagt Klaus Wölm. Ohne einen der Väter selbstredend: Schwiegersohn Edin Terzic nutzte am Mittwochabend als Cheftrainer von Borussia Dortmund die große Bühne des Pokalendspiels gegen RB Leipzig (4:1) im Berliner Olympiastadion. Klaus Wölm saß mit Ehefrau Agnes und Sohn Bork auf dem heimischen Sofa in Rünthe.

„Mega aufgeregt“, erklärt er den Gemütszustand des Trios um 20.45 Uhr. „Wir waren echt angespannt.“ Nach knapp fünf Minuten und dem 1:0 durch Jadon Sancho: „Riesenerleichterung!“, sagt Wölm. „Weil die Borussen in ihrer Spielweise sicherer wurden. Die Anspannung blieb aber trotzdem, ich habe damit gerechnet, dass Leipzig zurückkommt. Die haben gute Fußballer, die kannst du nicht 90 Minuten ausschalten.“

Anspannung war spürbar

Nach dem 3:0 sei das Fieber im Hause Wölm gesunken – kurz, eine Halbzeitpause lang. Mit dem Anstoßen war es erst einmal vorbei, das Bierchen verschalte, als Leipzig richtig Druck machte, den 3:1-Anschlusstreffer erzielte.

„Ein richtig gutes Fußballspiel. Aber das vierte Tor hätte ruhig früher fallen dürfen.“

Klaus Wölm fieberte mit seinem Schwiegersohn Edin Terzic.

Natürlich habe man dem Trainer des Pokalsiegers 2021 sofort per Textnachricht persönlich gratuliert. Dass der Schwiegersohn so emotional und augenscheinlich glücklich und erleichtert rüberkam, ist für Klaus Wölm absolut nachvollziehbar. „Edin wirkte in letzter Zeit schon sehr angespannt“, erzählt der Schwiegervater, „obwohl, gesehen haben wir uns seit Wochen nicht mehr. Wir skypen nur mit den Enkelkindern.“ Terzic hat eben viel um die Ohren. Er und die Mannschaft sind aktuell zudem in Quarantäne.

Vertragsangelegenheiten bei Familientreffen kein Thema

Tochter Kora und die beiden Töchter der Terzics waren im heimischen Dortmund, nicht im zuschauerfreien Stadion in Berlin. „In Nicht-Coronazeiten hätte ich vermutlich eine Chance auf eine Karte gehabt“, erklärt Klaus Wölm. „Schade. Edin wird wahrscheinlich der einzige Borussen-Trainer ohne Publikum sein“, bedauert der Rünther den Schwiegersohn. Ob dieser nach der Saison überhaupt Dortmund bleibt, weiß Klaus Wölm nicht. „Solche Sachen sind auch nie Thema bei unseren Familientreffen.“ Fußball hingegen schon. „Das Thema wird bei uns nicht totgeschwiegen. Wir sprechen schon über die Bundesligaspiele.“ Er ist im Vorstand des SuS Rünthe, Bork Wölm kickt dort bei den Alten Herren.

Ein Hardcore-Fan ist Klaus Wölm nicht. Er selbst hat nicht schwarz-gelb geflaggt, zwei direkte Nachbarn schon. Man drücke den Westvereinen die Daumen, der BVB sei aber die große Nummer. „Die Sympathien für die Borussen hatte ich aber schon, bevor Edin dort durchstartete. Natürlich sehen wir ein Spiel der Dortmunder jetzt mit anderen Augen.“ Zwei werden es auf jeden Fall noch sein, bei denen die Familie Wölm mitfiebern muss.

Bei zwei Siegen hat ihr Schwiegersohn sein zweites Ziel, die Qualifikation für die Champions-League, auch erreicht. „Ich hab damit gerechnet, dass er das hinkriegt als Cheftrainer, so akribisch wie er arbeitet. Und es ist schön für ihn, wenn er dieses Ziel Champions-League auch noch erreicht. Und dann werden wir uns auch sicher wiedersehen.“

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