Jubel und Trubel bei der Probe in der Volksbühne

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Die Volksbühne probt im IGBCE-Heim eifrig für das neue Thaterstück.

BERGKAMEN -  Sichtlich zufrieden zeigte sich am Ende der letzten Probe Regisseur Rainer Achsnich von der theatralischen Leistung seiner schauspielerischen „Mitstreiter“ von der „Volksbühne 20 Oberaden“: „Nur noch ein ganz klein wenig Feinschliff, dann können wir es wieder wagen.“

Seit einem Vierteljahr arbeiten die neun Mimen in der gediegenen Kneipenatmosphäre des IGBCE-Heims an der Rotherbachstraße bereits wieder an ihrem neuesten Schwank „Jubel, Trubel, Eitelkeit“ von der auf Lacherfolge spezialisierten Lustspielautorin Winnie Abel.

Aber auch die vielen Helfer hinter den Kulissen haben mit Bühnenbild, Beleuchtung und Akustik alles im Griff, sind die Requisiten und die passende Kostümierung schon gefunden. Zwar hat die Theatergruppe einen eigenen Fundus, aber so manch ein Zuschauer wird sich vielleicht die Augen reiben, wenn er sein altes Sofa oder seinen alten Phonoschrank auf der Bühne wiedererkennt: „Gelegentlich leihen wir uns das fehlende Mobiliar von „Dies und Das“ aus“, erzählt Rainer Achsnich mit einem Augenzwinkern.

Natürlich hat auch diese Theaterproduktion wieder alles zu bieten, was eine turbulente Komödie ausmacht: Irrungen und Wirrungen, Eifersucht, eine Prise „Crime“ und selbstverständlich ganz viel Spaß. So flüchtet ein nimmermüder Heiratsschwindler vor Auftragskillern in eine Schönheitsklinik, um sich hier „unkenntlich“ machen zu lassen. In der Klinik trifft er auf seinen skrupellosen alten Kumpel, der als Chirurg hemmungslos alles absaugt und wegschnibbelt – nur hat er von Schönheitschirurgie keine Ahnung und vermasselt so einiges.

Als der Heiratsschwindler in der Klinik auch schon wieder ein neues Opfer ausmacht und ein früheres Opfer ihn wegen seines geänderten Äußeren nur aufgrund der Stimme auf die Schliche zu kommen droht, flüchtet er sich in die Rolle eines Italieners - samt gekonntem Trapattoni-Dialekt – und verzettelt sich auch hier total. Als dann auch noch ein an schizophrenen Schüben leidender Bildhauer in diversen Rollen über die Bühne springt, ist die Konfusion und der Spaß perfekt.

Mit viel Liebe zum Detail, treffenden Geräuscheffekten, wenn beispielsweise das Abführmittel wirkt und Wortspielen wie, wenn „das Innere zum Äußeren transpiriert“ liefen die Akteure bereits bei der Probe zur Höchstform auf.

An insgesamt fünf Terminen wird das Theaterensemble diesen Schwank wieder seinem gewogenen Publikum präsentieren: Premiere ist im Martin-Luther-Haus am Samstag, 18. Oktober um 19.30 Uhr, weiter geht’s sonntags 19. und 26. Oktober jeweils um 16.30 Uhr.

Wie immer folgen zwei Vorstellungen im Haus Düfelshöft in Kamen am Samstag 8. November um 19.30 Uhr und Sonntag 9. November um 16.30 Uhr. Am Samstag, 25. Oktober um 17 Uhr führen die Nachwuchs-Akteure von „Spottlight“ ihren neuesten Dreiakter „Doof gelaufen“ auf.

Wie immer können sich die Gäste zuvor am leckeren Büffet erst einmal stärken. Reservierungen für die Aufführungen sind daher tunlichst angesagt. - kdh

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