Zurück zum Präsensunterricht

Ketteler-Grundschule in Rünthe startet mit „Wechselschicht“

An an der Freiherr-von-Ketteler-Schule in Rünthe startete jetzt der Wechselunterricht
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An an der Freiherr-von-Ketteler-Schule in Rünthe startete jetzt der Wechselunterricht

Rünthe – Nach langen, stillen Wochen war es am Montag vorbei mit der Ruhe in der Freiherr-von-Ketteler-Schule. Zum ersten Mal in diesem Jahr saßen Schüler in den Klassenzimmern, wenn auch nur jeweils die Hälfte der 225 Grundschüler. „Die Kinder sind glücklich, wieder hier zu sein, wir Lehrer freuen uns, sie wiederzusehen“, sagt Schulleiterin Heike Prochnow. 

Trotz der Freude auf beiden Seiten kann sie die Sorge vor einer neuen Infektionswelle nicht ganz beiseiteschieben. Sie hofft, dass das Konzept für den Wechsel von Präsenz- und Distanzunterricht an der Rünther Grundschule funktioniert.

Das Prinzip, die Klassen zu halbieren und die Gruppen dann abwechselnd zu unterrichten, hat die Schule den Eltern vor rund einer Woche vorgestellt. „Es gab nur sehr wenige Eltern, die eine andere Organisationsform befürwortet hätten“, berichtet Prochnow. Die Gruppen, die am Montag gestartet sind, haben in dieser Woche drei Tage Unterricht vor Ort und bekommen für die anderen beiden Tage Aufgaben und Pläne für das Lernen daheim. Nächste Woche haben dann die anderen Gruppen drei Schul- und zwei Distanztage.

Die Entscheidung, welche Kinder miteinander unterrichtet werden, hat Heike Prochnow den Klassenlehrern überlassen, die ihre Schüler schließlich am besten kennen. Damit gerade berufstätige Eltern bei diesem Modell nicht Schwierigkeiten bekommen, geht die Notbetreuung an der Ketteler-Schule weiter. Rund 40 Mädchen und Jungen werden dort derzeit an ihren Distanzunterrichtstagen betreut.

Herausforderung für alle

Schon seit Beginn des Schuljahres gelten an der Grundschule zwei Anfangszeiten: Die erste und die vierte Klasse kommen um 8.30 Uhr, die zweite und dritte bereits eine halbe Stunde früher. So soll ein Gedränge vor dem Unterricht vermieden werden. Außerdem werden dadurch die Pausenzeiten entzerrt. „Das bedeutet, dass nur die Hälfte der Kinder auf den Schulhof sind“, stellt die Schulleiterin fest. Dennoch müssen die Schüler dort ihre Masken tragen – genauso, wie während der Unterrichtszeit.

Der Organisationsaufwand ist also groß für alle Beteiligten, die Herausforderung enorm. „Für die Kinder ist es schöner, sich wieder als Gruppe zusammenzufinden. Und das Lernen in Präsenzform ist auf jeden Fall effektiver“, sagt Prochnow.

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