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„Covid Heroes“-Kampagne schlägt ein: Kreis Unna kann Corona-Team entlasten

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Von: Bernd Kröger

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Der Claim des Kreises Unna für die Online-Werbung um Mitarbeiter für die Kontaktverfolgung in der Pandemie.
Der Claim des Kreises Unna für die Online-Werbung um Mitarbeiter für die Kontaktverfolgung in der Pandemie. © Kreis Unna

Die Fallzahlen steigen - und doch wird in der Kreisverwaltung bald der Eine oder die Andere durchatmen können: Personelle Entlastung im Dauerstress ist im Anmarsch. Die Werbung für befristete Jobs im Gesundheitsamt hat verfangen.

Bönen/Kreis Unna – Im Kreis Unna haben mehr Menschen das Zeug zum Helden, als sich selbst die Verantwortlichen im Kreishaus haben ausmalen können. „Wir haben gut 300 sehr ernst zu nehmende Bewerbungen. Das ist viel mehr als wir erwartet haben“, bilanzierte Pressesprecher Volker Meier die „Covid Heroes“-Kampagne zur Entlastung der Verwaltung bei der Corona-Bekämpfung. „Das war ein voller Erfolg.“

Ab Freitag Einstellungsgespräche

Und so beginnen am Freitag die Auswahlgespräche mit den Bewerbern, die in den nächsten zwei bis drei Monaten – je nach Verlauf der Pandemie – in der Kontaktnachverfolgung eingesetzt werden sollen. 114 Kräfte sind dafür gegenwärtig eingeteilt, neben dem originär zuständigen Team des Gesundheitsamtes etwa Bundeswehrsoldaten, externe Mitarbeiter, aber auch Beschäftigte, die von anderen Aufgaben abgezogen wurden und deren Arbeit dort schlicht und ergreifend liegen bleibt, weil sonst keiner dafür da ist. Das soll sich ändern.

Zurück in die alte Abteilung

„Wenn wir die Chance haben, die ergänzenden Kräfte aus anderen Abteilungen zurückzuführen, werden wir sie nutzen“, erläuterte Meier. Deswegen ließe sich die Zahl der befristeten Jobs nicht so genau eingrenzen. Von 30 oder 40 war vorab die Rede. Es könnten wohl mehr werden, wenn die Gespräche neue Optionen eröffnen.

Nachfrage aus medizinischen Berufen

„Das Bewerberfeld ist interessant. Es haben sich etliche Studenten gemeldet, wie erwartet“, so Meier weiter. „Es sind aber auch Leute aus medizinischen Berufen dabei, die gerade eine Pause machen, wegen der Familie etwa, die dann aber sagen: Im begrenzten Rahmen helfe ich bei der Aufgabe.“ Nach den Gesprächen – in Präsenz – steigen die Helden in die ohnehin laufenden Schulungen ein. Nach einem Arbeitstag für diesen Unterbau sollen die „Covid Heroes“ dann ihre Heldentaten zum Wohle aller vollbringen.

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