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Industriestraße nach Starkregen wieder frei

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[UPDATE SONNTAG, 17 UHR] BERGKAMEN - Nach dem Starkregen in der Nacht von Donnerstag auf Freitag mit Niederschlägen von bis zu 70 Litern pro Quadratmeter und Stunde waren Feuerwehr und Technisches Hilfswerk (THW) noch bis Sonntag im Einsatz, um die Überflutungen und Schäden zu beseitigen.

Am Sonntagnachmittag wurde die Sperrung der Industriestraße wieder aufgehoben. Nach Reinigungsarbeiten war die Straße nach der Überschwemmung wieder befahrbar und ein Unwetterschwerpunkt in Bergkamen beseitigt.

„Wir haben die Einhunderter-Marke geknackt“, sagt Dietmar Luft, Leiter der Bergkamener Feuerwehr, und meint damit die Zahl der Einsätze, die seit Donnerstagnacht gemeldet wurden.

„Der Pegelstand fällt – Gott sei Dank“, fügt Luft erleichtert hinzu. Aus diesem Grund konnten auch die Hochleistungspumpen der Feuerwehr Bönen, vom THW und von der Wehr der Bayer-Werke an der Overberger Straße abgebaut werden.

Dieser Bereich bildete einen zweiten Schwerpunkt. 125 Helfer aus Bergkamen, Werne, Kamen, Lünen und Bönen waren im Einsatz. „Alle haben ganz tolle Arbeit gemacht“, bedankt sich Luft für die gute Zusammenarbeit.

Die Lage im gesamten Stadtgebiet war teilweise katastrophal gewesen. Die ersten Notrufe bei der Leitstelle gingen am Donnerstagabend gegen 23 Uhr ein, seitdem war die Zahl stetig angewachsen.

Bilder von den Überschwemmungen

"Nach ersten Hochrechungen der Stadt hatten wir Niederschläge von 70 Litern pro Quadratmeter und Stunde. Das sind bisher nicht erreichte Werte", so Luft weiter.

Löschzüge aus den Nachbarstädten helfen

Neben den Löschzügen der Feuerwehr Bergkamen und 18 Einsatzkräften vom THW, halfen auch Löschzüge aus Werne, Kamen, Bönen und Lünen sowie die Wehr des Bayer-Werkes aus, um die Masse der Einsätze zumindest irgendwie bewältigen zu können.

Viele Keller vollgelaufen

Hauptsächlich wurde die Feuerwehr zu vollgelaufenen Kellern gerufen. In einem Fall kam es zu einem Kabelbrand. Problematisch war Lage auch rund um den Kuhbach, der zu einem Fluss von gut zehn Metern Breite angeschwollen war.

Großeinsatz in Oberaden

So wie bei einer Krankengymnastikschule in Oberaden, wo die Kanalisation den Wassermassen nicht mehr Herr werden konnte. "Wir wurden gerade alarmiert. Dort sollen bis zu 50.000 Liter Wasser in den Keller geflossen sein", berichtet Luft, der damit rechnet noch viele Stunden mit den Unwetterfolgen der Nacht beschäftigt zu sein. "Denn so einen Jahrhundertregen habe ich bisher noch nicht erlebt." - wm

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