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Stadt Bergkamen blickt nach Gespräch mit Harfid-Chef zuversichtlich auf Entwicklung des Berg-Karrees

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Von: Bernd Kröger

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Klaffende Wunde visàvis des Rathauses. Das Areal der abgerissenen Turmarkaden soll als Berg-Karree zentralen Einzelhandel mit innerstädtischem Wohnen nach sozialen Maßstäben bieten.
Klaffende Wunde visàvis des Rathauses. Das Areal der abgerissenen Turmarkaden soll als Berg-Karree zentralen Einzelhandel mit innerstädtischem Wohnen nach sozialen Maßstäben bieten. © Hans Blossey

Bürgermeister Bernd Schäfer sieht das Projekt Berg-Karree weiter auf Kurs. Die Insolvenz der Harfid GmbH, Tochter der Investoren-Holding, störe die Projektentwicklung nicht.

Bergkamen – Mit Zuversicht blickt Bürgermeister Bernd Schäfer vom Rathaus auf die Brache auf der anderen Seite der Töddinghausener Straße. Dr. Harfid Hadrovic, Gründer und Hauptgeschäftsführer der Harfid Holding, ist mit Fachleuten seiner Projektgesellschaft zu dem Gespräch am Donnerstag gekommen, bei dem unter dem Einfluss der vorläufigen Insolvenz der Harfid GmbH als eine Tochterfirma, die Realisierung des Berg-Karrees durch den neuen Investor erörtert werden sollte. Was Schäfer und seine Planer im eigenen Haus dort vernahmen, lässt die Stadt weiter an die angepassten Pläne des anfangs strittigen Projekts glauben.

Schäfer: Konstruktiv und vertrauensvoll

„Das Gespräch war konstruktiv, offen und vertrauensvoll“, so Schäfer. Letzteres habe zu der Verabredung geführt, dass nicht die Verwaltung weitere Auskünfte gebe, sondern das Unternehmen selbst. Nach den Worten von Harfid-Sprecherin Gabriele Stegers arbeitet die „Urban Quartier Bergkamen GmbH“ als Projektentwicklerin weiter an dem Bauantrag. Der könnte um den Jahreswechsel gestellt werden. Die Konsolidierung der Harfid GmbH, Generalbaufirma der Holding, in der Insolvenz, beeinträchtige dies nicht. Bei der nun extern verwalteten Tochter liege auch nicht das von der Interra als vorheriger Investorin übernommene Grundstück im nun extern verwalteten Vermögen.

Mit Vorbescheid und Akquise übernommen

Von der Interra hat Harfid im Mai das Projekt mit einer positiven Bauvoranfrage und, laut des Veräußerers, akquirierten Mietern mit Edeka und dm als Anker übernommen. Über den Umfang des Einzelhandels hatte es zuvor ein Armdrücken mit der Stadt gegeben. Die setzte, im Kontext zum neuen Städtebaukonzept „mittendrin“, einen höheren Anteil von Wohnungsbau durch. Nach drei gescheiterten Einkaufszentren in der Mitte setzt Bergkamen auf Sozialraumentwicklung um seine zentralen Einrichtungen.

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