Landschaftsarchitektur

Internationaler Wettbewerb zur IGA 2027: 18 Büros ausgewählt

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Im Zuge der Internationalen Gartenausstellung entsteht zusammen mit der Nachbarstadt Lünen ein gemeinsamer „Zukunftsgarten“. Die Stadt Bergkamen bringt ihre Haldenlandschaft am Datteln-Hamm-Kanal ein.

Bergkamen – Die Planungen für die IGA 2027 in Bergkamen nehmen Fahrt auf. So stehen mittlerweile die Landschaftsarchitekturbüros für den internationalen Realisierungswettbewerb fest. 18 sind’s an der Zahl, beworben hatten sich 21. Am Ende entschied das Los.

Über den Stand der Planungen informierte am Dienstag Planungsamtschef Thomas Reichling im Ausschuss für Stadtentwicklung, Strukturwandel und Wirtschaftsförderung. Demnach haben die 18 Büros bis zum 20. November Zeit, ihre Wettbewerbsbeiträge einzureichen.

Am 10. Januar 2021 entscheidet eine Jury aus Fach- und Sachpreisrichtern, wer zum Zuge kommt. Das Büro werde später auch die Umsetzung seiner Ideen betreuen, berichtete Reichling. Und: Die Kosten für den Realisierungswettbewerb trage der Regionalverband Ruhr.

„Zukunftsgarten“ mit Stadt Lünen 

Im Zuge der Internationalen Gartenausstellung (IGA) sollen in der Metropole Ruhr fünf sogenannte Zukunftsgärten entstehen, einer davon städteübergreifend in Lünen und Bergkamen. Um die Gestaltung dieses „Gartens“ geht es in dem Wettbewerb. Die Stadt Bergkamen bringt ihre Haldenlandschaft am Datteln-Hamm-Kanal ein. Weitere Flächen werden in Dortmund, Duisburg, Gelsenkirchen und im Kreis Recklinghausen angelegt.

Bei den Wettbewerbsteilnehmern handele es sich allesamt um international arbeitende, renommierte Büros, erläuterte Reichling sichtlich erfreut. „Ohne die IGA wären sie wohl nicht auf Bergkamen aufmerksam geworden.“ Es sei mit einer „hohen Qualität“ der Entwürfe zu rechnen. Bergkamens Erster Beigeordneter Dr.-Ing. Hans-Joachim Peters meinte im Ausschuss: „Wir können uns auf einen spannenden Wettbewerb freuen.“

Büros aus Berlin, Hamburg, München

Mehrere der 18 Landschaftsarchitekturbüros sind in Berlin ansässig. Die anderen kommen aus Bochum, Köln, Hamburg, Freiburg, München oder Kassel. Man hätte der Politik gerne Praxisbeispiele der einzelnen Ideenschmieden gezeigt, meinte Peters. Dies sei aber nicht möglich, weil die Verwaltung zu „absoluter Neutralität und Objektivität“ verpflichtet sei. Die Ausschreibungsunterlagen seien nur für die Wettbewerbsteilnehmer sowie das Preisgericht gedacht.

Dieses besteht aus insgesamt 21 stimmberechtigten Mitgliedern, wobei Fachpreisrichter mit elf Personen in der Überzahl sind. Dazu zählen unter anderem Landschaftsarchitekten von freien Büros sowie der IGA GmbH, der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft und des Gartenamts der Landeshauptstadt Düsseldorf. Mit dabei auch: Arnold Reeker, Architekt und Technischer Beigeordneter der Stadt Lünen sowie – als Vertreter der Bergkamener Stadtverwaltung – Bauassessor Peters.

Ende September Besprechung der Preisrichter 

Zu den Sachpreisrichtern gehören unter anderem Vertreter von RVR, Kreis Unna und der IGA gGmbH, zu deren Gesellschafterinnen unter anderem die Stadt Bergkamen gehört. Ebenso dabei: die künftigen Bürgermeister von Lünen und Bergkamen sowie ein Vertreter der jeweils stärksten und zweitstärksten Fraktionen in den beiden Städten.

Nicht stimmberechtigt im Sachpreisgericht, aber dazugehörend, sind die IGA-Beauftragten aller weiteren Fraktion. In Bergkamen sind dies namentlich Thomas Griwotz (Grüne), Werner Engelhardt (BergAUF) Angelika Lohmann-Begander (FDP) und ein noch nicht genannter Linken-Politiker, nachdem diese Partei bei den Kommunalwahlen am Sonntag den Sprung in den Stadtrat in Fraktionsstärke geschafft hat.

Die Preisrichter besprechen sich erstmals Ende September. Mit der Teilnahme an der IGA 2027 verspricht sich die Stadt laut Reichling öffentliche Aufmerksamkeit auch über das Datum hinaus und einen „weiteren positiven Imagewandel“.

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