Indoor-Spielplatz in Bergkamen verwaist

„Monkey Island“ trotzt dem Virus: Firma hält die Belegschaft und will wachsen

Park-Manager Martin Gadek (links) und Geschäftsführerin Stefanie Prisco stehen im verwaisten Monkey-Island in Werl. Die Niederlassung in Bergkamen ist ebenso verwaist.
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Park-Manager Martin Gadek (links) und Geschäftsführerin Stefanie Prisco stehen im verwaisten Monkey-Island in Werl. Die Niederlassung in Bergkamen ist ebenso verwaist.

Totenstille, wo sonst Kinderlachen durch die Hallen schallt: Die Tobehallen von „Monkey Island“ sind dicht. Aber die Geschäftsführung will weiter machen und wachsen.

Bergkamen/Werl – Die aktuelle Situation sei schwierig, sagt Stefanie Prisco. Doch die Zuversicht auf eine bessere Zukunft lässt sich die Geschäftsführerin der Monkey-Island-Indoor-Spielplätze nicht so schnell nehmen. Im Gegenteil: Die Werlerin setzt weiter auf Expansion und hält an den Plänen für das Eröffnen weiterer Standorte nach der Krise fest.

Spieleparadies am Häupenweg geschlossen

Seit November darf das Kinderspiele-Paradies am Häupenweg in Bergkamen, genau wie an den anderen Standorten in Werl, Bochum und Winterberg, wegen des Corona-Lockdowns nicht mehr öffnen. Davor war es bereits im Frühjahr geschlossen. Nur in der Zeit dazwischen durfte es unter Hygieneauflagen deutlich weniger Kinder als sonst hereinlassen. „Das Schlimmste ist die Ungewissheit“, sagt Prisco. „Klar ist nur, dass wir wieder die Letzten sein werden, die aufmachen dürfen. Das war auch beim ersten Lockdown schon so.“

Unterstützung vom Staat gebe es zwar, aber sie komme in der Regel spät und auch nur in begrenztem Umfang. Für den Standort Bochum gebe es zum Beispiel gar keine Ansprüche, weil die Halle zu jung ist. „Wir haben sie erst im Februar, vier Wochen vor dem ersten Lockdown eröffnet“, so Prisco.

„Wir wollen alle Arbeitsplätze erhalten“

Ein großer Vorteil sei immerhin, dass drei der vier Hallen des Unternehmens Eigentum sind. Außerdem habe man die vergangenen Jahre gut gewirtschaftet, so Prisco. Trotzdem: Ein paar Jahre werde man in der Entwicklung schon zurückgeworfen. Die 30 Festangestellten seien alle in Kurzarbeit, berichtet Prisco. Beim Kurzarbeitergeld müsse das Unternehmen wegen der späten Auszahlungstermine immer in Vorkasse gehen. Wichtig ist Prisco in dem Zusammenhang aber vor allem eines: „Wir werden keinen Mitarbeiter entlassen, wir wollen alle Arbeitsplätze erhalten.“ Zurzeit gibt es in den vier Hallen aber nur wenig zu tun. Reparaturen und wiederkehrende Prüfungen seien alle erledigt.

Weitere Standorte im Visier

Das Einzige, was in den kommenden Tagen noch zu erledigen sei, sei die Kontrolle der nicht verkauften Lebensmittel nach ablaufenden Mindesthaltbarkeitsdaten. Aber diesbezüglich habe man mit dem Großhändler eine gute Lösung gefunden. Ist die Krise ausgestanden, möchte Prisco die Monkey-Island-Familie um weitere Hallen vergrößern. Ohne Corona wäre die fünfte längst eröffnet, sagt die Geschäftsführerin. Standorte habe sie mehrere im Blick, unter anderem in Paderborn, Kassel und auch Richtung Ruhrgebiet. Spruchreif sei aber noch nichts.

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