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In Erwartung der Omikron-Variante: Das unternimmt der Kreis Unna

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Von: Jürgen Menke

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In Deutschland ist die Omikron-Variante des Coronavirus bereits angekommen, im Kreis Unna noch nicht.
In Deutschland ist die Omikron-Variante des Coronavirus bereits angekommen, im Kreis Unna noch nicht. © dpa

Mit Blick auf die Omikron-Variante des Coronavirus ruft der Kreis Unna dazu auf, die geltenden Schutzmaßnahmen in der Pandemie noch konsequenter einzuhalten. Die Kontrollen von Einreisenden aus den aktuellen Virusvariantengebieten würden „sehr ernst“ genommen, heißt es.

Kreis Unna – So viel scheint festzustehen: Die neue, zuerst in Südafrika festgestellte Virus-Mutante wird früher oder später auch die hiesigen Gefilde erreichen, wenn dies – unbemerkt – nicht schon längst geschehen ist. „Wir beobachten weiterhin die Lage und treffen bei Bedarf geeignete Maßnahmen, sagt Kreis-Sprecher Volker Meier auf WA-Anfrage. Wie diese dann aussähen, hänge vom konkreten Fall ab.

Stichprobenartige Sequenzierung

Um Omikron auf die Spur zu kommen, wird bei aufgetretenen Infektionen das Virus näher untersucht. Diese Sequenzierungen würden die jeweiligen Labore stichprobenartig durchführen, erläutert Meier. Die entsprechenden Vorgaben kämen aus dem Gesundheitsministerium in Düsseldorf.

Laut Meier will der Kreis Unna mit dem ersten Auftreten von Omikron täglich online über die Anzahl der nachgewiesenen Fälle berichten. Das passiert schon jetzt mit den Varianten Alpha (2997 Mal nachgewiesen), Beta (12) und Delta (1977).

Infos zu Einreisenden

In der Kontaktnachverfolgung im Kreis sind aktuell 87 Mitarbeitende eingesetzt, darunter neun Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr. Die Kontrolle von Einreisenden sei schon vor der Entdeckung der Omikron-Variante sehr ernst genommen worden, betont Meier.

Die Daten über Einreisende erhält der Kreis demnach über das Einreiseportal oder über die Flughäfen, wenn Personen die digitale Einreiseanmeldung nicht vorgenommen hätten. „Alle Einreisenden werden über ihre Quarantäne informiert und die Nachweise überprüft“, berichtet Meier. Für Einreisende aus Virusvariantengebieten gelte dabei, dass eine Verkürzung der Quarantäne nicht möglich sei.

Kreis bietet PCR-Testung an

Im Hinblick auf die Omikron-Variante würden alle Einreisenden direkt am Flughafen PCR-getestet, schildert Meier. „So werden wir über positive Ergebnisse direkt informiert.“ Der Kreis biete den Einreisenden aus einem Virusvariantengebiet etwa am siebten Tag nach Einreise erneut eine PCR-Testung an.

Das Robert-Koch-Institut stuft die Omikron-Variante (B.1.1.529) als „besorgniserregend“ ein, weil sie womöglich noch ansteckender ist als Delta. Näheres wird derzeit untersucht. In Deutschland wurden erste Omikron-Fälle Ende November bei Reiserückkehrern aus Südafrika bekannt.

„Impfen schnellstens nachholen“

Der Kreis Unna geht derzeit davon aus, dass – wie bei allen Varianten – eine Grundimmunisierung auch gegen Omikron Schutz bietet. „Wer noch nicht geimpft ist, sollte das schnellstens nachholen“, empfiehlt Meier. Dazu gelte es, Kontakte zu reduzieren: privat, am Arbeitsplatz und bei der Freizeitgestaltung. „Es gelten im Prinzip dieselben Schutzmaßnahmen wie bisher – sie müssen aber konsequent(er) eingehalten werden“, unterstreicht er.

Die Bundeswehr hilft dem Kreis Unna derzeit nicht nur bei der Kontaktnachverfolgung, sondern auch bei der Impfkampagne. Zur Unterstützung des Impfteams seien derzeit sechs Soldatinnen und Soldaten im Einsatz, erläutert der Kreis-Sprecher.

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