Lokale Impfung für Schul- und Kita-Personal

Heimspiel in der Römerberghalle bringt Bergkamen wichtige Punkte im Kampf gegen Corona

Ärztin Tanja Covey bei der Arbeit. Sie verabreichte an einer der vier Impfstraßen in der Römerberghalle die Spritzen.
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Ärztin Tanja Covey bei der Arbeit. Sie verabreichte an einer der vier Impfstraßen in der Römerberghalle die Spritzen.

Heimvorteil Bergkamen: Auf eigenem Feld in der Römerberghalle hat die Stadt ein mobiles Impfzentrum geschaffen. Das Schul- und Kita-Personal erhält dort die Corona-Impfe.

Bergkamen – Mit 32 der insgesamt 37 Impfberechtigten war die Rünther Grundschule zur Stelle, als Freitagmittag die Immunisierung der Mitarbeiter an Primarschulen und Kindertagesstätten begann. Im ersten Durchgang waren 369 Impfwillige auf Termin in die Römerberghalle geladen, um die erste von zwei Spitzen mit dem Vakzin von Astrazeneca verabreicht zu bekommen.

„Das ist schon eine große Erleichterung“, schilderte Uwe Wilms die bloße Wirkung des Umstands, dass besagte Personengruppe in der Impfreihenfolge kurzfristig vorgezogen wurde. Der stellvertretende Leiter der Freiherr-von-Ketteler-Schule hat zwar auch wahrgenommen, dass der eine oder andere mit gemischten Gefühlen reagiert. Zumal der hier verabreichte Stoff von Astrazeneca in der öffentlichen Diskussion in Misskredit geraten ist. „Aber was nutzt es, wir müssen da durch“, so Wilms.

Für den Schulalltag mit den 225 Schützlingen bedeute dies auch, dass die wegen gesundheitlicher Risiken derzeit nur von daheim aus tätigen Lehrkräfte demnächst wieder in die Schule dürfen.

Und auch die Mitarbeiterinnen des Katholischen Montessori-Familienzentrums als weiteres Beispiel, sind froh darüber, nun doch früher als gedacht an der Reihe zu sein. „Verpflichtet fühlt sich keiner von uns, aber ein Großteil der Mitarbeiter lässt sich impfen“, erzählte die stellvertretende Einrichtungsleiterin Katrin Bode. Genauer gesagt: Es wollen acht der sieben Mitarbeiterinnen der Einrichtung in das mobile Impfzentrum an der Römberghalle kommen, wenn kommenden Freitag das Betreuer-Personal der nichtstädtischen Kitas in Bergkamen an der Reihe ist.

Ab 14 Uhr haben am gestrigen Freitag zunächst das Grundschulpersonal und Beschäftigte der städtischen Kitas den Reigen eröffnet. Bis 20 Uhr war die Impfung von 370 Personen vorgesehen, wie Karsten Quabeck von der Stadtverwaltung erläuterte. Dafür waren vier Impfstraße mit je einem Arzt eingerichtet worden. Im 15-Minuten-Takt konnten stets Gruppen von je 16 Impflinge durchgeschleust werden, also 64 Personen pro Stunde.

Am Montag hatte Quabecks Team mit der Organisation begonnen, morgens mit dem Aufbau. Für die Lagerung des Impfstoffes wurden eigens Kühlschränke angeschafft.

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