Ort vieler Kulturveranstaltungen

Immobilie wird verkauft: Was passiert mit dem Thorheim in Bergkamen?

Die Gaststätte Thorheim in Bergkamen bietet unter anderem auch einen Escape-Room an.
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Die Gaststätte Thorheim in Bergkamen bietet unter anderem auch einen Escape-Room an.

Vor etwa zwei Wochen kam der Schock: Sascha Masurkewitsch erfuhr, dass das Gebäude des Thorheims zum Verkauf steht. Dem Pächter der Gaststätte zog es den Boden unter den Füßen weg, als er die Nachricht bekam. Inzwischen ist er vorsichtig optimistisch, dass es für ihn doch weitergeht an der Landwehrstraße.

Bergkamen – Der aktuelle Immobilienbesitzer Marco Niedenführ bekennt sich nicht nur ganz klar zum Konzept der „Taverne der Götter“. Es gibt auch Angebote von potenziellen Käufern, die das Thorheim dort belassen möchten. Ein erster möglicher neuer Besitzer hatte Interesse am Kauf sowie an einer eigenen Nutzung des Gebäudes und Grundstücks an der Landwehrstraße 160 angemeldet. Zwei Interessenten aus der Nachbarschaft zogen nach – mit der Idee im Sinn, die Taverne zu erhalten.

Niedenführ bestätigt das. „Es ist definitiv so, dass es mehrere Interessenten für das Gebäude gibt“, sagt er. Und verspricht: „Ich verkaufe an denjenigen, der das Konzept weiterführen wird, sodass das Thorheim bestehen bleibt und der Pächter, den ich in seinen Ideen immer unterstützt habe, weitermachen kann.“ Er wolle nicht, dass das Konzept des Thorheims, in dem auch die Stadt Bergkamen Kulturveranstaltungen wie das „Grand Jam“ durchführt, geändert wird, so der Lüner Geschäftsmann.

Zwei Interessenten wollen Pächter weitermachen lassen

Überhaupt – gern hat er das Gebäude nicht zum Verkauf ausgeschrieben. Es seien die Umstände gewesen, die ihn zu dem Schritt gezwungen haben. „Es ist schade, dass wir das tun müssen, aber es geht nicht anders“, bedauert er. Die Corona-Pandemie sei auch an seinem Unternehmen mit rund 160 Mitarbeitern alles andere als spurlos vorübergegangen. „Wir müssen Mittel liquidieren“, so Niedenführ. Ein Weg dafür sei eben die Veräußerung von Immobilien.

Das Thorheim soll nach Niedenführs Willen aber bestehen bleiben. Daher sei er auch glücklich, dass es neben einem anderen Interessenten auch zwei gebe, die ebenfalls im Sinn haben, den Pächter weitermachen zu lassen. Die Entscheidung, wer den Zuschlag bekommt, solle im Laufe der Woche fallen.

Kneipe wurde umgebaut

Sascha Masurkewitsch dürfte da ein Stein vom Herzen fallen. Schon als er gehört hat, dass es Interessenten gibt, die ein Angebot einreichen wollten, damit er das Thorheim eben weiterführen kann, seien ihm schnell die Tränen in die Augen geschossen. „Das war schon ein sehr emotionaler Moment“, erzählt er.

Immerhin haben er und sein Team viel Liebe in das Geschäft gesteckt. Trotz Corona investierte Masurkewitsch weiter in die Umsetzung seiner Ideen. „Die Taverne ist umgebaut, in der jetzigen Piratenspelunke war noch kein einziger Gast.“ Auch für diesen Sommer hatte der Pächter schon Pläne für den Biergarten, ehe die Nachricht kam, dass er seinen Laden möglicherweise aufgeben muss.

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