Hohe Beteiligung bei den Mitarbeitern

Freude über den ersten Piks im werkseigenen Impfzentrum bei Bayer

Krankenschwester impft Patienten gegen Covid bei Bayer
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Krankenschwester Ann-Kathrin Tessmann impft Bayer-Mitarbeiter Vadym Avramenko gegen das Coronavirus. Das Impfzentrum des Bayer-Werkes ist seit vergangener Woche in Betrieb.

Für die Bayer-Mitarbeiter in Bergkamen hat das Warten nun ein Ende. Sie werden jetzt nach und nach im hauseigenen Impfzentrum gegen das Covid-19-Virus geimpft. Schon jetzt ist abzusehen, die Akzeptanz ist groß.

Bergkamen – Ein paar Momente muss Arif Saka noch warten, dann ruft Krankenschwester Ann-Kathrin Tessmann den Facharbeiter für Lagerlogistik zu sich in die Impfkabine. Für ihn ist es ein herbeigesehnter Moment. „Ich bin sehr erleichtert, dass ich jetzt meine erste Corona-Impfung bekomme“, sagt er. Wie viele Bayer-Mitarbeiter hat er nicht gezögert einen Termin im hauseigenen Impfzentrum zu machen.

Das hat das Bergkamener Werk vergangene Woche in Betrieb genommen. Sechs bis acht Wochen schätzt Thomas in der Weide, haben die Vorbereitungen gedauert. „Nachdem klar war, dass die Betriebsärzte mitimpfen können, haben wir sofort gesagt, wir machen das“, erzählt der Sicherheitsingenieur. Am hiesigen Bayer-Standort ist er für Gesundheit, Umwelt und Sicherheit zuständig – und in dieser Funktion auch fachlicher Leiter des Impfzentrums.

Leicht war es nicht, das Impfzentrum auf die Beine zu stellen. Ständig kamen neue Vorgaben und Regelungen, die es umzusetzen galt. Aber Thomas in der Weide konnte von Anfang an auf ein starkes Team zurückgreifen. „Ich habe noch nie einen Prozess erlebt, der so schlecht zu planen war, und bei dem die Leute trotzdem so unglaublich viel Hilfe und Engagement angeboten haben.“

Für den Impfstoff sind Mitarbeiter des arbeitsmedizinischen und sicherheitstechnischen Dienstes Dortmund zuständig.

Die Arbeit hat sich gelohnt. Lob gibt es für ihn und die Helfer von allen Seiten. Von den Bayer-Kollegen und den Mitarbeitern der arbeitsmedizinischen und sicherheitstechnischen Dienste Dortmund (ASD), die Bayer betriebsärztlich betreuen. „Der Ablauf ist wirklich unglaublich gut organisiert“, lobt Tessmann. Blockweise kommen sechs oder zwölf Impflinge nacheinander zu ihr in die im Besucherzentrum eingerichtete Impfkabine. Die Zahl ist wichtig, weil aus einer Biontech-Dose sechs Impfen gewonnen werden, die angebrochenen Dosen aber nur eine kurze Zeit verwendbar sind. „Wir wollen nichts verschwenden“, betont Thomas in der Weide.

Falls ein Mitarbeiter verhindert ist, sind Nicole Kniep und Heike Brüning gefordert. Sie telefonieren im Mitarbeiterkreis herum, um die Lücke mit einem anderen Impfwilligen zu schließen – ohne anderswo eine Lücke in den Terminlisten aufzureißen. „Jetzt, in der zweiten Woche des Impfzentrums wird das schwieriger“, sagt in der Weide. Viele Mitarbeiter seien schon außerhalb des Werks geimpft worden. „Wir schätzen, dass die Impfbereitschaft an die 100 Prozent beträgt und dass rund die Hälfte der 2000 Leute, die wir angesprochen haben, eine erste Impfung hatten, ehe wir hier angefangen haben.“ Genau weiß er es nicht, denn auch Bayer darf die Mitarbeiter nicht nach ihrem Impfstatus fragen.

Den Betrieb des Impfzentrums sichern viele freiwillige Helfer.

Diejenigen, die die Spritze im Werk bekommen, werden aber natürlich registriert und die Daten, wie es vorgeschrieben ist, archiviert. Dafür und für die Terminplanung hat Thomas in der Weide eigens neue Software angeschafft. Nur ein Punkt auf der langen Einkaufsliste. „Wir hatten das Glück, dass unsere Kollegen in Berlin schon vorgearbeitet und eine Excel-Checkliste erstellt hatten.“ Auf 200 Zeilen ist da vom Pflaster bis zum Spritzenbesteck alles Notwendige aufgelistet.

Was zu keiner Zeit Schwierigkeiten machte, war die Suche nach Helfern. „Es waren viel mehr Leute bereit, als wir brauchen“, freut in der Weide sich. Eine der Helferinnen ist Silke Schäfer. „Als ich gefragt wurde, habe ich gar nicht darüber nachgedacht, sondern sofort ja gesagt“, erzählt sie. Jetzt registriert sie die Impflinge an der Anmeldung, ehe sie sie in die Obhut der Azubis Sophie Krampe und Franziska Stein übergibt. „Wir lotsen sie dann durch das Impfzentrum“, erklärt Stein.

Zunächst geht es, wie in den Impfzentren der Kassenärztlichen Vereinigung, ins Arztgespräch, danach folgt die Impfung und anschließend gilt es, 15 Minuten im Warteraum zu verbringen – bei Bayer unter den wachsamen Augen der Rettungssanitäter der Werkfeuerwehr.

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