Letzte Fläche vergeben: Verpackungs-Großhändler siedelt von Bönen zur Industriestraße in Rünthe um

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Der Verpackungs-Großhändler Hildebrandt baut 2019 in Rünthe.  

Rünthe. Auf Industrieverpackungen, Folien, Pappen und Papier konzentriert sich das Geschäft der Paul Hildebrandt AG. Die Belieferung von Kunden wie Ikea, Amazon, Kik und Poco wird künftig auch von Rünthe erfolgen. Um sich zu vergrößern, zieht das Unternehmen von Bönen auf das letzte freie Grundstück an der Industriestraße.

„In Bönen haben wir keine Möglichkeiten mehr gehabt, uns zu vergrößern“, so der Vorstandsvorsitzende Jan Marcus zur Entscheidung, sich für einen Neubau neu zu orientieren. In Rünthe wird das Handelsunternehmen für Industrieverpackungen auf einem 25 5000 Quadratmeter großen Grundstück ein rund 10 000 Quadratmeter großes Gebäude mit Lagerfläche und einem dreigeschossigen Bürotrakt errichten. 

Dass es vom jetzigen Standort an der Robert-Bosch-Straße bis zur Industriestraße gerade einmal 15 Minuten Fahrzeit sind, sei ein Argument für den Standort Rünthe gewesen. „Der Neubau soll sich nicht weit weg vom alten Standort befinden, damit unsere Mitarbeiter keinen längeren Weg zur Arbeit haben“, sagt Jan Marcus. Aus Bönen werden alle 30 Mitarbeiter mit nach Rünthe wechseln. Zusätzlich möchte das Unternehmen in den nächsten Jahren 15 neue Kräfte einstellen, wird die neue Lagerhalle doch fast doppelt so groß sein wie bisher. 

Traditionsbetrieb sucht Nachwuchs

Das 1889 in Hamburg als Großhandlung für Packpapiere und Pappen gegründete Unternehmen hat aktuell 13 Standorte mit 300 Mitarbeitern deutschlandweit. In Rünthe soll regelmäßig Nachwuchs ausgebildet werden, was aufgrund der Platzverhältnisse in Bönen nur alle drei Jahre möglich gewesen sei. „Es ist zunehmens schwierig, qualifizierte Mitarbeiter zu finden“, erklärt Jan Marcus. 

In Rünthe will die Hildebrandt AG künftig pro Jahr zwei bis drei Ausbildungsplätze zum Groß- und Einzelhandelskaufmann sowie zum Fachpacker anbieten. Für den Neubau investiert das Handelsunternehmen rund zehn Millionen Euro. 

Baustart soll Mitte 2019 erfolgen

Bis der erste Bagger auf der Fläche hinter dem Firmengelände von Schraubenhersteller Bulten anrollt, wird es nach Schätzung des Vorstandsvorsitzenden noch bis Mitte nächsten Jahres dauern. Das Zeitfenster für die Fertigstellung soll rund neun Monate betragen. „Wir hoffen, dass wir dann die Weihnachtsfeier im Jahr 2020 am neuen Standort durchführen können“, blickt Dunja Faust, jetzige Niederlassungsleiterin in Bönen, voraus. 

Letzte Fläche ist nun vergeben

Bürgermeister Roland Schäfer, Wirtschaftsförderer Walter Kärger und Dr. Michael Dannebom als Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises Unna freuen sich, dass es gelungen ist, die aktuell „letzte Industriegebietsecke, die wir noch in Bergkamen hatten“, zu vermarkten. Das Grundstück, unter dem eine Gasleitung verläuft und auf dem ein Hochspannungsmast steht, gehöre nicht zu den gefragtesten Flächen für eine Neuansiedlung. „Es ist nicht gerade eine Premiumlage, auf die man einen repräsentativen Firmensitz bauen würde“, gibt Schäfer zu. Dennoch biete der Standort aufgrund der Nähe zur Autobahn durchaus auch Vorteile.

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