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Kopfüber ins Vergnügen: Friedensfest und Nachtfrequenz im Bergkamener Wasserpark

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Von: Klaus-Dieter Hoffmann

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Runter kommen die alle. Hier sogar elegant.
Runter kommen sie alle. Hier sogar elegant. © Hoffmann, Klaus-Dieter

Schwer was los im Wasserpark: Erst stiegt Samstag Friedensfest, dann folgte die Nachtfrequenz.

Bergkamen – Rein äußerlich hatte sich fieser Niesel über den Wasserpark gelegt. Aber in der Sache wird in Bergkamen niemand „im Regen stehen“ gelassen. Daran ließ das Friedensfest am Samstag keinen Zweifel. Im Schutze der Event-Pavillons war Langeweile ein Fremdwort für die Kinder. Und für die Größeren bot am Samstag an gleicher Stelle später die „Nachtfrequenz“ Vergnügen pur.

Breites Angebot an Ständen

Der Reihe nach: Neben sportlichen Aktivitäten, Hüpfburg und Streetsoccer-Feld, Entenangeln und Modellauto-Parcours konnten die Besucher des Friedensfestes an vielen Ständen auch ihr künstlerisches oder handwerkliches Talent ausprobieren, wie beispielsweise beim Filzen für den Frieden.

Mit Superkräften zum neuen Schmuck.
Mit Superkräften zum neuen Schmuck. © Hoffmann, Klaus-Dieter

Kreativ sein im Glitzerzelt

Am Glitzerzelt konnte man selbstentworfene und faszinierende Glitzerbilder wahlweise in einen Button pressen oder sich gleich auf die Haut malen lassen. Wer aber lieber Mandalas malt, kam ebenso zu seinem Spaß wie diejenigen, die den Pinsel bevorzugen: Steine bunt zu bemalen, um sie dann später wieder in die Freiheit zu entlassen, liegt gerade im Trend.

Wie wär‘s mit einem Comic?

Für Freunde von Comics hatten die Streetworker mit ihrem Fotostudio genau das Richtige parat. Mit den Sprechblasen aus Pappe und passendem Text darauf ließen sich die Kleinen, wie in einem Comic, vor einem Fotomotiv mit „See/hblick“ auf Polaroid ablichten.

Verpflegung wurde gespendet

Weil all die Aktivitäten an den eigenen Kräften zehrten, kam das Relax-Zelt gerade recht. Hier konnte man sich mit einem Lolli oder mit leckeren Reibeplätzchen von Henter in Sofas und Sessel fläzen und mit dem Nachbarn quatschen. Das Gute dabei, sämtliche Getränke und Beköstigungen wurden von den teilnehmenden Institutionen, Vereinen und Gruppen gesponsert.

Offenes Ohr auch für Probleme

Wer beim Friedensfest trotz aller Fülle an Vergnügungen doch Problemen mit sich schleppte, war genau richtig. Denn gerade die beteiligten Institutionen, wie beispielsweise das Kinder- und Jugendbüro, das Familienbüro und der Familientreff, das Multikulturelle Zentrum, das Jobcenter und viele weitere Beratungsstellen von Stadt, Kirchen und Initiativen haben meist eine Lösung.

Abends dann im Scheinwerferlicht

Die Pavillons vom Friedensfest am Nachmittag standen noch auf dem Platz am Wasserpark, doch die Szenerie war am Abend eine vollkommen andere. Große Flutlichtstrahler, von der Freiwilligen Feuerwehr Bergkamen aufgebaut, beleuchteten die gespenstische Szenerie.

Keine Frage, die neuen Akteure, insbesondere Arne Vogt und sein Team vom Kinder- und Jugendbüro, haben auf dem Platz die Frequenz um etliche Hertz für die Jugend nach oben gedreht.

BMX-Akrobaten ließen staunen

Eine riesige BMX-Rampe beherrschte den Platz. Von nun an war es nicht ratsam, den breiten Weg am Wasserpark zu queren. Der war nun zum „Runway“ für die Stunt-Biker der Bikeschule „Fun Ride“ umfunktioniert worden. Diese bretterten während ihrer Showeinlage mit einem Höllentempo auf eine steil nach oben gerichtete Rampe, die sie wiederum mitsamt ihrem BMX-Rad auf eine Höhe von rund zehn Metern schleuderte. Gerade passend für atemberaubende Kunststücke im Flug.

Selbst mal auf die Rampe

Nach ihrer Luftakrobatik setzten die fünf Teufelskerle wieder sanft auf einer ebenfalls steilen Schräge zur Landung an. Auch hier war es höchst gefährlich, deren Bahn zu kreuzen, denn diese BMX-Räder haben schließlich allesamt keine Bremsen. Keine Frage, dass die Stuntdriver von den BMX-Fans am Boden wie Idole bejubelt wurden. Auf „entschärften“ Bikes durften die Kids natürlich ihr Können auch selbst mal ausprobieren.

Mach‘s wie die Eichhörnchen

In einer Ecke auf der Aktionsfläche hatten dagegen die Mauerspringer von „Parkour Dortmund“ ihre unförmigen Hindernisse aufgebaut. Auch hier hatten sich viele begeisterte Jugendliche versammelt, um unter der Anleitung von Profis selbst einmal wie ein Eichhörnchen von Mauer zu Mauer zu springen.

Doch damit war keinesfalls genug mit Action. Denn nur ein paar Meter weiter konnten sich die Kids, ebenfalls unter fachkundiger Anleitung und im richtigen Outfit, als Feuerjongleure bewähren, ohne sich dabei die Finger zu verbrennen.

Heißer Dreh am Plattenteller

Und auch die eigene Kreativität kam nicht zu kurz. So durfte man sich an der Sandmalerei, an Mandalas oder gar im Fotostudio ausprobieren. Albert Rupel von „Trust in Wax“ hatte zudem die richtigen Kniffe zum perfekten Scratchen auf Lager. Beruhigend dabei, es gibt hierzu spezielle Schallplatten. Opa muss also keine Angst um seine wertvollen Vinyls haben.

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