Heilig-Geist-Gemeinde Bergkamen

Sternsinger bleiben zu Hause: Den Segen gibt‘s per Post

Anfang dieses Jahres starteten diese Könige in der Herz-Jesu-Kirche in Rünthe. Jetzt müssen sie zu Hause bleiben.
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Anfang dieses Jahres starteten diese Könige in der Herz-Jesu-Kirche in Rünthe. Jetzt müssen sie zu Hause bleiben.

Traditionell gehen die Sternsinger Anfang Januar von Haus zu Haus, um Segenswünsche zu überbringen. Dass dies zu Beginn des kommenden Jahres nicht möglich sein wird, ist den Organisatoren der katholischen Heilig-Geist-Gemeinde in Bergkamen seit längerer Zeit klar. Sie haben dennoch einen Weg gefunden, wie der Segen an die Mitglieder verteilt wird und Spenden gesammelt werden können. 

Bergkamen – Vor dem jüngsten Lockdown hatte die katholische Kirche noch überlegt, einige wenige als Sternsinger verkleidete Kinder am 9. Januar für ein kurzes Zeitfenster an verschiedenen öffentlichen Plätzen in Bergkamen zu positionieren. „Aufgrund der aktuellen Situation haben wir uns zusammen mit den Verantwortlichen in den einzelnen Stadtteilen entschieden, jetzt auch auf diese Zusammenkommen zu verzichten“, erklärt Gemeindereferent Markus Brinkmann.

Eine Rückmeldung der ursprünglich für den 9. Januar angefragten Kinder hat er noch nicht erhalten. „Ich glaube aber nicht, dass die Enttäuschung groß ist, denn aufgrund der vergangenen Monate werden sich viele schon gedacht haben, das eine Sammlung schwer zu realisieren sein wird. Die Kinder bekommen das ja schon in der Schule mit, dass Corona in vielen Bereichen weiter lebensbestimmend ist.“

Für Kinder in Not

„Segen bringen, Segen sein. Kindern Halt geben – in der Ukraine und weltweit“ heißt das Leitwort der 63. Aktion Dreikönigssingen, das Beispielland ist die Ukraine. 1959 wurde die Aktion erstmals gestartet. Inzwischen ist das Dreikönigssingen die weltweit größte Solidaritätsaktion, bei der sich Kinder für Kinder in Not engagieren. Rund 1,19 Milliarden Euro sammelten die Sternsinger seit dem Aktionsstart und unterstützen damit mehr als 75 600 Projekte für benachteiligte Kinder in verschiedenen Ländern.

An der jüngsten Aktion im Januar dieses Jahres hatten sich bis zu 70 Kinder in den Bergkamener Stadtteilen an der Sammlung beteiligt.

Bei einem Treffen im Oktober hatten die Organisatoren über das damals veröffentlichte Hygienekonzept des Kindermissionswerks diskutiert, das schon kaum umzusetzen gewesen wäre. „Demnach hätten wir unter gewissen Auflagen noch Hausbesuche machen können. Da hätten die Sternsinger dann aber jede an den Türen angetroffene Person dokumentarisch festhalten müssen“, erläutert Brinkmann.

Auf den Segensspruch C+M+B müssen die Gemeindemitglieder dennoch nicht verzichten. In diesen Tagen erhalten rund 8000 katholischen Haushalte mit dem Weihnachtspfarrbrief einen Segensaufkleber per Post zugesandt. Wer spenden möchte, kann an einer Online-Spendenaktion teilnehmen.

Erste Spenden angekommen

Schon Ende der vergangenen Woche sind die ersten Spenden auf diesem Weg eingegangen. Da nicht alle Gemeindemitglieder das Internet zur Bezahlung nutzen können oder möchten, ist eine Abgabe – kontaktlos – per Brief auch im Pfarrbüro möglich. Auch hier sind bereits die ersten Spendenbriefe angekommen.

Trotzdem vermutet der Gemeindereferent, dass weniger Spenden eingehen werden. „Es werden die spontanen Spender fehlen, die die Sternsinger sonst, während sie über die Straßen gelaufen sind, aufgetan haben. Das sind dann jeweils vielleicht nur Beträge zwischen zwei und fünf Euro, aber am Ende wird man das merken.“

Weitere Informationen zu der Aktion gibt es auf der Internetseite www.katholische-kirche-in-bergkamen.de.

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